#63 Schnuller, White Noise & die Angst vorm zweiten Kind
Shownotes
Was hilft einem High-Need-Baby wirklich – und welche Hilfsmittel sind „erlaubt“?
Im zweiten Teil unseres Gesprächs mit dem Psychologen und Körperpsychotherapeuten Thomas Harms wird es ganz praktisch. Gemeinsam mit Kinderpsychologin Claudia Schwarzlmüller und Journalistin und Mama Jana spricht er über Fragen, die sich viele erschöpfte Eltern stellen.
Wie sinnvoll sind Schnuller, White Noise oder Federwiegen? Können sie helfen – und wo liegen ihre Grenzen? Wie berechtigt ist die Angst vieler Eltern, nach einem Schreibaby noch ein weiteres Kind zu bekommen? Und kann man eigentlich Jahre später noch etwas tun, wenn einen diese belastende Babyzeit bis heute begleitet?
Thomas erklärt, warum es nie zu spät ist, belastende Erfahrungen zu verarbeiten, wie die von ihm entwickelte Emotionelle Erste Hilfe (EEH) Familien dabei unterstützt. Wir hoffen sehr, dass dieser Teil zwei euch da draußen hilft, wenn ihr Eltern seid, die gerade mitten in einer herausfordernden Zeit stecken. Oder ihr euch im Nachgang wünscht, Frieden mit dieser anstrengenden Zeit zu schließen.
Viel Freude beim Zuhören! Deine Kinderdolmetscher
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Transkript anzeigen
00:00:07:
00:00:08: Ihr Lieben, wir starten heute ausnahmsweise ganz anders als ihrs gewohnt seid.
00:00:13: Denn heute ist Teil zwei dran unserer Folge mit Körperpsychotherapeut oder wie Claudia zu sagen pflegt schrei Baby.
00:00:21: Papst Thomas Harms.
00:00:23: Im ersten Teil haben wir darüber gesprochen, warum Babys weinen.
00:00:27: Wie eng die Regulation von Eltern und Kind miteinander verbunden ist und weshalb Verbindung oft viel mehr über unseren Körper als über unserem Kopf entsteht.
00:00:36: Heute knüpfen wir genau dort an und gehen einen Schritt weiter – es wird ganz praktisch!
00:00:40: Wir sprechen über Hilfsmittel wie Schnuller, weißes Rauschen, Federwiegen und wie Thomas dazu
00:00:46: steht.".
00:00:47: Außerdem geht es um die Angst vieler Eltern, dass ihr nächstes Kind auch wieder ein Schrei oder High-Need Baby werden könnte.
00:00:53: Und wir besprechen was ihr tun könnt wenn ihr rückblickend sagt Wir hatten einen High Need oder Schrei Baby und wir haben das nie aufgearbeitet!
00:01:01: Wir freuen uns, dass Ihr auch heute wieder dabei seid und bitte nehmt das Ernst was wir sagen Wenn Ihr gerade akut in der Notzeit und am Limitseid als Eltern dann holt euch Hilfe.
00:01:14: Wo das am besten geht, erfahrt ihr in den Show Notes.
00:01:16: und jetzt viel Spaß mit Teil zwei!
00:01:20: Ich würde dich gerne was ganz Praktisches fragen.
00:01:23: ich habe eine Idee wohin deine Antwort vielleicht gehen könnte.
00:01:26: vielleicht überrascht zu mich aber auch wenn ich als Mama merke mein Kind wird unruhig.
00:01:35: Es stehen uns heutzutage eine Masse an Hilfsmitteln zur Verfügung.
00:01:41: Angefangen vom Schnuller bis hin zum weißen Rauschen, Federwiege – all das!
00:01:50: Wie stehst du zu diesen Hilfsmitteln?
00:01:54: Ja ich bin jetzt also kein so kategorischer Feint oder so von diesem Ding gar nicht sondern ich glaube es sind kleine Übergangshilfen.
00:02:03: im besten Falle wenn ein Kind eine gewisse Unruhe hat in dieser abendlichen Übergangszeit und dann etwas intensivere Stimulationen braucht, über Orale-Stimulation oder über kinesthetisch-vistibuläre Stimilation also kleines Schokolbewegungen zum Beispiel.
00:02:20: Dann spricht nichts gegen die Schäderwiegerung gegen andere Dinge entdeckt.
00:02:23: Nämlich ist wenn es sich verselbstständig weil wenn das Kind gut als Transfermaßnahmen macht, dann bracht es das ein paar Minuten und entschleiftet sein.
00:02:33: Dann kann es irgendwie abgelegt werden und ist alles schick.
00:02:36: Das könnte wahrscheinlich bei mir im anderen Frau auch eine Stillübersetzung sein also in einer Stilphase oder eine Körper oder einen Babygesang oder was auch immer.
00:02:46: Es sind kleine Übergangsriten.
00:02:49: Alles okay!
00:02:50: Und da haben wir Gott sei Dank sehr viele Optionen.
00:02:54: wenn es aber genutzt wird um eigentlich das Kind zu beschäftigen, um nicht das zu tun was es eigentlich tun möchte.
00:03:01: Nämlich zum Beispiel in den Ausdruck zu gehen und sich mitzuteilen dann würde es auch nicht helfen.
00:03:07: Das heißt helfen du da nur es dauern weiter zu machen.
00:03:11: Das heisst dass muss die ganze Zeit weiter betrien stundenlang Und kein Mensch ist auf die Welt gekommen und stunden lang so betaktet zu werden.
00:03:20: Ja das muss man hier die Frage stellen warum brauche ich quasi eine ständige Ablenkung?
00:03:25: Sobald ich quasi zurückkomme, kommt irgendwas anderes an Unlust und unangenehmen Gefühlen noch oben.
00:03:30: Da müsste man ja sofort eigentlich schon mal die Frage stellen was ist denn hier los?
00:03:35: Würden wir das mal bei Wachsenden übertragen es wäre so Ich muss dauernd irgendwas tun die ganze Zeit was machen, machen, Machen.
00:03:41: Und hier auch nicht zurückkommen.
00:03:42: Also sobald sich zurück kommen mich tot traurig, kommen schlechte Laune, wird depressiv niedergeschlagen oder was auch immer.
00:03:49: Und so ist es bei Kindern auch ein bisschen.
00:03:51: wenn das also... Eine Notwendigkeit ist, ohne dem und auch stundenlanger Stimulation.
00:03:58: Ich quasi überhaupt mich nicht über Wasser halten kann dann sind wir eigentlich schon im Szenario der regulatorischen Problematik.
00:04:07: Wegen wir uns wenn man so will auf dünnstem Eis.
00:04:11: Und das ist jetzt wirklich wenn ich das mache und ich mache sie auch mit händischen Maßnahmen laufen wie du gesagt hast stundenlanges fahren Morale Stimulation, dann gehen diese Eltern und die sind auch bei uns mit acht neun Monaten am Stock.
00:04:26: Die können nicht mehr!
00:04:27: Sie sind so ausgebrannt nach acht neune Monaten.
00:04:31: Nichts weiß das Baby so geschrien.
00:04:32: Das schreibt gar nichts.
00:04:33: Das Symptome ist, die Babys schreiben nicht aber sie sind die ganze Zeit mit dieser Stimulationsschrift.
00:04:38: Und die sind immer on.
00:04:40: Das heißt ihr Gehirnen macht nie Pause.
00:04:42: Die sind immer unbereit Und das ist für unser Organismus, es ist für Männische nicht gut.
00:04:48: Das ist auch für Eltern nicht gut wenn sie dauernd in so einer Verfassung sind.
00:04:52: Das macht dich fertig und nicht selten ist das dann auch am Ende einen Einstieg in der depressive Dynamik also wo dann noch wirkliche nachgebotliche depressive Zustände der Frauen auch handfest diagnostiziert werden können.
00:05:08: Und die können auch ursächlich auch schon am Anfang stehen, sie sind da oft übersehen.
00:05:13: Das sind ja ganz schön hohe Zahlen, die wir da haben.
00:05:16: Aber insofern habe ich grundsätzlich nichts dagegen.
00:05:20: aber ich sehe Sie werden oft perpetuiert eingesetzt also quasi als Dauermaßnahme und das sehe ich sehr kritisch.
00:05:26: weil das muss man nochmal sagen was lernt das Kind eigentlich?
00:05:30: Das Kind lernt wenn ich mich so zeige wie ich mich fühle Dann kriege ich jedes Mal ein Angebot.
00:05:37: Das Angebot heißt Essen, Trinken und Bewegung.
00:05:42: Also entweder ich dauernd stimuliert, soweit ich ein bisschen unlustvolle Empfindungen und Gefühle im Meer entwickeln werde ich dauern von außen stimuliert und in Bewegung gebracht oder statt traurig sein einsam sein verlassen sein wäre auch immer mein Kontaktmangel mitteilen zu können also meine Stimme abgeben zu können muss sie essen Essen statt Mitteilung.
00:06:05: Also nur ich sage immer was heißt es eigentlich, also auch wenn man das mal so ein bisschen als Demokratie-Fähigkeit bezeichnet dass wir dort eigentlich lernen ganz ganz früh über diesen Körperausdruck eigentlich mit den Füßen abstimmen bin nicht okay or safe und bin ich eilig von euch gerade einfach nun mehr präsent.
00:06:26: aber das darf ich gar nicht sagen weil alle drum herum wollen eigentlich nur da sie ruhig sind ist es schwierig, weil das Kind lernt eigentlich der Klappe zu halten und still zu werden.
00:06:39: Und eine gute Mene zum bösen Spiel zu machen.
00:06:42: Das kann nicht und sollte nicht unsere Aufgabe sein.
00:06:46: Unsere Tales sehen vor allem wenn die Eltern diese Haltefähigkeit entwickeln und diese Differenzierungsfähigkeit dann entwickeln sie ganz früh auch so in einer Art den Beginn einer guten Streitkultur Weil es ist manchmal so, dass die Eltern auch das nicht wollen.
00:07:04: Was die Kinder wollen!
00:07:05: Ja?
00:07:05: Die wollen vielleicht Kontakt und du hast keinen Bock auf Kontakt.
00:07:08: Du bist genug Kontakt gehabt.
00:07:10: Dann sagst du, nein, ich will das jetzt nicht mehr.
00:07:13: Du kriegst von mir jetzt kein Kontakt mehr... Ich bin da aber mache jetzt kein Programm mehr und ich stehe auch nicht mehr auf.
00:07:18: Gut, dann bin ich super traurig und sauer und wütend und schrei.
00:07:22: Aber meinst du halt, aber ich bin ja auch da.
00:07:24: Du kannst dir deinen Protest äußern.
00:07:26: Und ich kriege dich auch mit, du willst was anderes.
00:07:27: Also es ist auch eine Reibelkultur, die wir da kriegen Wo das auch was Neues draus erwächst.
00:07:33: Das ist wie so aus, so eine Art Nadelöhr wo dann auch die beide Betroffenen das neue Auspursüllen.
00:07:40: und ich sehe dass diese ganzen momentan neuen Erzählungsbewegungen leider eine sehr sehr sehr haltlose Elternschaft zuvorgaben ja?
00:07:49: Die sich nur noch an der Beziehung unter dem wünschenden Elbt ihr Kinder in schlimmsten Fall orientieren und diese ganze Bedürfnisorientierung auch zu einer total Das Orientierung führt, weil es kein, kein Orientierungssystem gibt.
00:08:03: Und das ist meine Achtung anliegen!
00:08:05: Weil ich halte das wirklich für einer der ganz großen Blindspots in unserer Welt... dass diese Anleitung wie eigentlich eine innere Orientierung der Eltern beigebracht wird und das musst du gezeigt bekommen.
00:08:20: Das muss dir jemand zeigen, wie das geht.
00:08:22: Das ist beim stillen Händling auch so.
00:08:24: Das machen wir bei allen Vertragsschulen und so.
00:08:26: Du musst gezeichnet bekommen Das Bindungsförderung auch bedeutet mit Gefühlen umzugehen.
00:08:31: Und die ist nicht schlimm, das ist ganz leicht zu lernen!
00:08:33: Das können die meisten innerhalb weniger Stunden als Kernkompetenz entwickeln aber da brauchen sie und ja und von daher ich sehe es auch ein bisschen ehrlich gesagt als Symptom einer Verirrung, die wir in der hier gerade sind wo glaube ich ein bisschen was aus dem Ruder läuft, wo quasi das gute Wissen, was wir haben leider so ein bisschen unabsurdum gedreht wird Und wir glaube ich so eine Art Korrekturbewegung machen müssen, dringend.
00:08:58: Wunderbar!
00:08:58: Ich kriege gleich einen Schleudertrauma vom Nicken hier und das sehen wir auch im... also Thomas das weißt du vielleicht nicht aber ich habe genau dafür ja den Kinderdäumischer Club gegründet wo wir genau diese Erziehungskompetenz halt wieder reinbringen leiten und folgen.
00:09:14: und wie geht denn das eigentlich?
00:09:16: Und ich sehe da so ne ganz große Angst eben.
00:09:19: So dieses Autoritäerschein ist irgendwie eine ganz eine Katastrophe für ganz viele Eltern.
00:09:26: Und auch diese Reibung, dieses Aushalten ist etwas was ich wirklich dann mit der Begleitung aller Eltern im Club zusammen so wir halten das zusammen aus und dann geht's auch.
00:09:37: also ich finde es kriegt man Das ist wieder lernbar, wenn sie nur offen sind.
00:09:41: Ja
00:09:41: und man muss aber dieses... ich nenn es jetzt mal Defizit oder man muss sich dessen bewusst werden.
00:09:48: Claudia war bei mir zu Hause.
00:09:50: Ich habe gerade ein vier Monate altes Baby also Baby Nummer zwei Und das hab' ich dir gar nicht gesagt, Claudia Aber die Kleine hat so ein bisschen rumgemuckt und ich bin sofort aufgesprungen.
00:10:08: Was kann ich jetzt machen?
00:10:09: Und Claudia war so, das ist noch gar nichts los.
00:10:13: Und deswegen fand ich das gerade so toll was du gesagt hast Thomas dass wir Also ich glaube, wir Eltern haben vielleicht auch weil uns die Vorbilder fehlen.
00:10:24: Weil wir nicht mehr in großen Familienverbänden zusammenleben.
00:10:26: Wir wissen gar nicht mehr oft was ist eine normale völlig legitime Ausdrucksweise?
00:10:34: Wir haben nur im Kopf!
00:10:35: Wir dürfen unser Kind nicht in den Garten rausstellen und das schreien lassen.
00:10:39: Schreienlassen ist ganz stimmt für das Kind.
00:10:41: Das ist in meinem Kopf ganz drin In sehr vielen Köpfen von Eltern glaub' ich drin.
00:10:47: Hast du eine Idee, was hilft unsere Kinder wieder ein bisschen besser lesen zu können?
00:10:56: Du hast es ja gerade super beschrieben.
00:10:58: Also soziale Modelle hilft auf jeden Fall glaube ich.
00:11:01: also ich glaube uns ist wirklich total gut in solchen anderen Formen von Elterngruppen wo auch diese regulatorischen Wachen und die Fülle auch Platz haben dort beobachten zu können.
00:11:13: Ah, er ist ein anderer Alter.
00:11:14: Dann haben wir es auch und ich krieg da gezeigt und kann das mal sehen wie so eine Mutter mit ihrem Baby mal durch seinen Weinen durchgeht und zu sagen hey der passiert nichts.
00:11:22: schlimmer sind zehn Minuten.
00:11:24: die ist dabei und danach seht ihr total weichgespült und sie haben ganz liebevolles Miteinander.
00:11:30: aber das müsst du sehen einen Teil unserer normalen Kultur werden.
00:11:34: Das ist ja genau diese Verirrung die wir heute haben dass eben die Gleichsetzung von einem weinenden Kind, indem ich das nicht abnehme per se quasi schon Gefährdung des Kindeswohls gedeutet wird.
00:11:49: Und das ist Quatsch!
00:11:51: Also eine liebevolle Bindungsförderung wird bei einem bestimmten Kind auch gerade mit manchmal schwierigen Startbedingungen aber auch dann wenn es einfach für Mitteilungsbedürfnisse hat... Das wird kraftvoller sich mitteilen, das heißt eigentlich die Bindungssichern Kinder.
00:12:09: Die werden sich miteilen, sie sind laut so wie wir das beim Straßen auch kennen, die holen sich mehr Rückversicherung.
00:12:15: So ist es beim Schreien auch, die sind viel klarer und am Start wenn da was ist.
00:12:21: aber wir müssen dass... anders deuten.
00:12:25: Ich habe was verkehrt gemacht, sondern ich muss lernen wann brauchen die Kinder wirklich meinen Schutz?
00:12:30: und man muss sich sie rausholen.
00:12:31: das ist ja auch manchmal eine Notwendigkeit.
00:12:34: wenn die wirklich in einem dramatischen Zustand sind wo die total verzweifelt sind dann wollen wir sie trösten dann brauchen die umarmungen da brauchen die ganz viel beruhigungsangebote.
00:12:45: aber manchmal wollen die nicht runter geregelt werden, sie wollen den Platz haben mit dieser Intensität sich zu zeigen.
00:12:53: und jemand ist da und er sagt ja ich habe keine Angst vor dir.
00:12:56: Also ich bleib bei dir!
00:12:58: Wie beim Erwachsenen?
00:12:59: Wenn du einen Unfall hattest, du bist total durchgeschüttelt willst du auch nicht essen und willst auch keinen, willst auch nicht irgendwie ein Schnitzel vorgestellt bekommen.
00:13:08: und heute so ein Schiffer dann schüttelst du dich und willst vielleicht eine Hand auf deiner Schulter Und jemand Fahne oder
00:13:15: Schokolade, also Schokolad geht
00:13:24: immer.
00:13:28: Ich bin mir sicher uns hören jetzt auch viele Eltern zu die denken das hätte ich gerne früher gewusst und dass hätt ich früher gebraucht.
00:13:37: wir hatten genau diese Probleme und jetzt ist mein Kind aber kein Baby mehr, sondern eben ein Kleinkind oder auch schon einen Kind.
00:13:45: Was haben diese Eltern denn jetzt noch für Möglichkeiten da was aufzuarbeiten und daran angeschlossen?
00:13:53: woran merke ich in meinem Kind dass da vielleicht noch Bedarf ist etwas aufzuarbeitet?
00:13:59: Naja dieser beschriebene Dynamik das wir sozusagen die ganze Zeit dann unter Umständen nur in dieser Scheu sind jede Art von Konfliktöser Situation aus dem Wege zu gehen, letztlich in so einer Vermeidungshaltung sind und im Prinzip das Diktat des Kindes eigentlich den ganzen Alltag bestimmen.
00:14:21: Und ich total erschöpft bin!
00:14:23: Das haben wir ja nicht nur bei der Säuglingsphase sondern es zieht sich dann wie ein roter Fadenen weiter.
00:14:28: also das ist dann nur im anderen Gewand auf einmal da.
00:14:32: und diese Angst vor Von der Reibung, sag ich jetzt mal.
00:14:36: Die haben wir auch mit vier und die haben wir mit sechzehn unter Umstand also letztlich dieser das Eltern Im gewisser Weise diese innere Logik und diese Innere Selbstverankung lernen, dass sie eine Sprache lernen.
00:14:52: Körpernahe Sprachen mit ihrem Kind wo sie differenzieren lernen.
00:14:56: Pass auf bis hierhin geh ich und an dieser Stelle bin ich einfach da und ich will nämlich ernst total ernst mit dem was du hast aber ich gehe nicht mit allem mit.
00:15:04: Und manchmal mutig dir auch zu das du mit deinen Zuständen und Gefühlen in Kontakt kommst.
00:15:10: aber ich bin ein Begleiter dafür dass es da ist.
00:15:13: aber ich nehme dir das nicht ab.
00:15:14: Das ist ja auch ein Stück der Selbstverantwortung für das Kind, dass auch in die Autonomie wieder zu übergeben.
00:15:21: Wo wir sagen pass auf ich reguliere es nicht alles weg.
00:15:24: Ich kann bestimmte Sachen nicht wegmachen.
00:15:27: Das ist etwas glaube ich von der Logik was ganz ähnliches wie das wäre schon im ersten Lebensjahr der Falle ist.
00:15:31: da sehen wir gar nicht so viele Unterschiede.
00:15:34: Weil wenn ich Angst habe von meinem Jugendlichen, der vielleicht jeden Moment ausrasten kann oder von meinem Kind in der Autonomiefase.
00:15:41: Das ist ja ein Dreierer vier ist und ich hab da an den Kopfschiff mit den Schul-Tablettern versteckt weil ich Sorge habe das geht gleich wieder los dann bin ich unter Umständen in einer ganz ähnlichen Form von Entäußerung und auch in so einem Job, das ist dynamisch schon drin.
00:15:58: Und da gilt es jetzt natürlich immer sehr genau zu gucken unsere Arbeit wenn wir auch mit den Beratungen Therapien haben.
00:16:05: was braucht manchmal wirklich eine sehr gezielte Erziehungsberatung wo die wirklich Unterstützung kriegen, wo sie auch Maßnahmen kriegen wie Sie diese Prozesse verstehen und entschärfen können?
00:16:15: Das ist auf so einer ganz einfachen Ebene niederschwellig.
00:16:18: Aber wenn natürlich solche Erschütterungen auch, wie sie ja am Anfang besprochen haben, da sind und die sind ursächlich damit verwoben und nicht verarbeitet.
00:16:26: Natürlich können Kinder auch im Alter mit sechs oder zehn diese Dinge mit uns zusammen beginnen anzuschauen und wir vor allem auch die betroffenen Eltern, die oft genau auf der Wucht dieser Emotionen noch dort drauf sitzen.
00:16:43: Eigentlich ist es wie ein Tunnel von zwei Seiten geraten.
00:16:46: Ich mach immer erst mal, wenn irgendwie geht gerade bei den älteren Kindern den Weg von den Eltern das die Haltungsveränderungen einnehmen dass sie resilienter stabiler haltesfeger für die starken Gefühle ihre Kinder werden.
00:16:58: Und dann, wenn das nicht durchschlägt und das im Alltag nicht Früchte trägt, dann erst beginnen wir die therapeutischen Maßnahmen.
00:17:04: Dann kann es sein dass wir Trauma orientierte Verfahren für die Kinder brauchen.
00:17:09: Wir brauchen vielleicht auch präperinatale Bearbeitung wo diese Themen später noch mal bearbeitet werden.
00:17:14: Das gibt's ja und das können wir auch aber wir müssen nicht damit anfangen.
00:17:18: Sie können das gestuft machen Schrittchen für Schrittchen so.
00:17:22: Das erste ist erstmal wichtig Und das macht es natürlich so schwierig, dass die Eltern sagen, ich komme da so an einen Punkt.
00:17:29: Ich bin so verzweifelt damit diesem Kind.
00:17:31: Ich reiche das nicht mehr.
00:17:32: Ich kriege keinen Draht mehr zu meinem Kind!
00:17:34: Ich entwickle Absturzungsgefühle und bin so genervt von meinem Kind, dass ich eigentlich nur noch gar nichts mehr mit einem Kind zu tun habe.
00:17:42: Das ist manchmal wirklich Abstoßungsimpulse.
00:17:45: Wenn das so ist, würde ich sagen jetzt minst du glaube ich wirklich eine Unterstützung geholt.
00:17:52: Wie das passiert, wie das läuft.
00:17:53: Und dann ist es letztlich so viel anders gar nicht wie in der Arbeit mit den kleinen Kindern nur... ...mit den großen kann man auch reden, auch schon.
00:18:02: und also wir können aber auch die gleichen Aushandlungen dieser starken Gefühle sozusagen, die keinen Platz haben und die ja auch nicht gehört werden.
00:18:12: Das können wir dann sogar schon mit Sprache und Worten aufmachen.
00:18:15: Aber wir können's auch am Anfang mit den Eltern alleine imaginativ machen über in uns interessieren und Bilder anschauen aus dem Alltag.
00:18:23: Und dann zeigen wir uns die übertragen, was dann in der Situation.
00:18:27: das ist unsere Arbeit.
00:18:28: Also von daher ich will es nicht überdramatisieren aber wenn es so weit ist dass ich wähle ich das Gefühl habe ich verliere liebevollen Gefühle zu meinem Kind.
00:18:40: Der Stress nimmt auch kein Ende mehr.
00:18:41: Ich wach eigentlich schon mit Sorgen auf.
00:18:43: wie wird ihr jeden Tag wieder werden?
00:18:45: Da würde ich jedem Mutter hier im Vater raten holt euch Unterstützung.
00:18:49: Halt das nicht aus, das musst du nicht
00:18:51: aushalten.".
00:18:52: Ja superwichtige Message!
00:18:55: Was eine riesengroße Angst ist vieler Eltern mit einem Schrei-Baby oder mit einem High-Need-Baby die ich auch hatte habe.
00:19:05: was ist wenn mein zweites Kind auch wieder so wird?
00:19:10: Was kannst du diesen Eltern mit auf den Weg geben die diesen Gedanken haben
00:19:14: also Eltern, die bei uns jetzt auch in der Ehase irgendwann gelandet sind und auch in einer Krisenambulanz immer mit dem ersten Kind.
00:19:22: Und das ist tatsächlich sehr oft dass sie dann auch sagen okay ich bereite mich präventiv vor schon lassen sich auch schon eine Schwangerschaft so ein bisschen begleitende gucken in der Art von einerseits Nachbearbeitung zu machen wo die Sorgen auch sind die sich meistens im Stillen so langsam aufbauen wie so ne Welle dass das einfach zu Wort in die Reflexion und Kommunikation auch eingebracht wird.
00:19:47: Wir haben auf, wenn es um Wurzthemen viel gab... Gibt es immer noch so wie ein Adkontaktcheu mit diesem ganzen Feld, da gibt's also ganz viele Sorgen die so eine Antizipation von Wiederkehren im Stress sind.
00:19:59: Da gehen wir auch ganz proaktiv damit den Eltern hin machen eine ganz andere Planung Teamplay T-Building sozusagen aber eben immer wieder auch ganz viel Aufbau von ressortierender Körperregulatorik dass sie lernen Im Prinzip sich zu präparieren, wenn diese schwierigen Punkte da sind wie sie mit diesen starken Zuständen in sich klarkommen können.
00:20:20: Also das heißt wir erzählen den gleiche wird alles besser nicht es wird gleich gar nicht besser.
00:20:25: Es geht darum gegeneinander.
00:20:27: es wird besser erst mal so wieder vielleicht genauso wieder werden.
00:20:30: aber diesmal werden wir Maßnahmen entwickeln dass du mit denen zuständig A. Nicht alleine bist, B., dass wir sozusagen zeigen wie wir Systeme entwickeln und dass das verstehbar und eingebunden und versprachlichungsfähig ist Und du lernst deinen Körper immer wieder vielleicht auch mit bestimmter eigenen Selbstmanagement oder mit bestimmten Techniken oder Methoden dich auch wieder so ein bisschen ins Gleichgewicht zurückzubringen Glaube ich total wichtig, eben genau nicht wieder den gleichen Fehler zu machen.
00:21:03: Wenn wir nur ganz ganz viel arbeiten dann wird das alles nicht so sein weil wir wissen dass die Option das ist beim zweiten mal doch wieder passiert relativ hoch ist.
00:21:11: ja also statistisch ist es.
00:21:15: Deswegen ist eigentlich eher Wir gehen da jetzt mit offenen Augen nicht mehr in der Vermeidung rein, sondern wir blicken dem Wolfen die Augen.
00:21:26: Wir gucken zusammen und bist aber eben von Anfang an hast du Buddies an deiner Seite zusammen mit denen Du das machst.
00:21:34: Die dann dir helfen wenn du in so eine innere Sackkasse wieder kommst relativ schnell dich da wieder raus holen und dich wieder auf Kurs zu bringen.
00:21:43: Das darf man nicht vergessen.
00:21:44: viele Äster haben unglaublich viel Kompetenz und Know-how auch sich aufgeschafft in dieser Zeit, nicht nur im Kopf sondern auch an Körperwissen.
00:21:54: Und wie Sie das machen?
00:21:56: Die lernen so viel in der Zeit was sie zu leisten im Stande und zu halten sind.
00:22:02: die gehen eigentlich mit einem Teil ihrer selbst sehr sehr zuversichtlich in die neue Zeit.
00:22:09: und dann gibt es immer diesen alten Schatten der noch hinten dran ist.
00:22:15: Und ob das auch stimmen, vielleicht wach wieder so.
00:22:18: Also da ist so ein bisschen, holt die Betroffenen ein und da würde ich dich und alle Eltern aus seinem Pass auf?
00:22:25: Nein, nein, nein!
00:22:25: Du hast es einmal geschafft.
00:22:27: also du bist ja auch mit dem ersten Kind das was gut hingekriegt und das ist wahnsinnig anstrengende Zeit gewesen und das war wahrscheinlich unglaublich viel gelernt und das nimmt sie alles mit in diese zweite Geschichte.
00:22:41: Lass es nie zu weit, warte nicht zu lange.
00:22:43: Wenn du merkst, mach ich lieber mal eine Reflexion dazu und geh zu jemandem.
00:22:47: Schau mal da hängt so ein bisschen was und er baut sich fast auf.
00:22:50: Und gerade Eltern die Wiederholungstäter sind, die dann wiederkommen... Die kommen nicht so oft!
00:22:56: Die kommen nur ganz gezielt in der Anfangszeit umgang zum schlafen mit acht Monaten neun Monaten abstillen.
00:23:03: Da kommen all diese Ängste ganz hoch und dann kommen sie und dann brauchen die einmal so eine kleine Passagiere Transfermaßnahme.
00:23:11: da geht es so wie ein kleiner Schubser jetzt mal und kleine Ermutigung, eine kleine neutralen Draufblick.
00:23:18: Und dann geht das wieder in Schritt weiter oder kommt die nächste Runde und dann hakt das immer mal wieder an diesen Transfer- und Transitionskrisen so bei diesem Übergangskrisen.
00:23:28: aber das sind zwei drei vier Treffen und viele Eltern sagen Dieses ganze Wissen was ich gelernt habe in diesem ganzen Verfahren, das war mir meine ganze Entwicklung treu.
00:23:37: Das ist immer bei mir gewesen und es war super dass ich dann zwei drei vier oder fünf mal kommen konnte über die fünf zehn oder zehn Jahre, was auch immer.
00:23:46: Und mehr ist es auch nicht.
00:23:47: ja also das ist schon bei Eltern die Ressourcen haben also die auch jetzt keine Psychopathologie vorliegen braucht es eigentlich nicht viel um sehr viele zu erreichen.
00:23:57: toll
00:23:58: Und ich bin jetzt in der glücklichen Position.
00:24:00: Ich habe da in Kontakt, wir werden aber auch für alle anderen Eltern wie man dich am Westen erreicht oder die Menschen, die du ausgebildet hast.
00:24:09: es gibt ja inzwischen europaweit viele eeh Anlaufstellen.
00:24:13: das packen wir alles in die Show Notes.
00:24:16: und wenn man jetzt denkt man möchte noch mehr von dir hören dann Sei einmal in dieser Stelle gesagt, dein Buch-Klassiker Keine Angst vor Babydrehen.
00:24:26: Gibt es seit Neuestem jetzt auch als höher Buch?
00:24:29: Vielleicht auch interessant für euch da draußen und dann ist seit dem vierundzwanzigsten Juni frisch auf dem Markt.
00:24:37: dein neues Buch Verkörperte Bindung!
00:24:40: Wir haben ja schon ganz viel über den wichtigen Part Körper bei Bindung gesprochen.
00:24:47: Trotzdem vielleicht kannst du noch mal sagen, was wolltest Du Menschen?
00:24:52: Ich glaube es richtet sich nicht nur an Eltern mit Deinem neuen Buch noch mitgeben.
00:24:57: Ja in meinen anderen Büchern hatte ich mich sehr viel auf die frühe Zeit konzentrieren.
00:25:02: Erinnert, dass wir es heute besprochen haben die ganz frühen Beziehungskrisen und wie wir Eltern dort unterstützend unter die Arme greifen.
00:25:10: In diesem Geburt ist jetzt mehr das Thema für diese ganz früheren Beziehungserfahrungen, die wir als Menschen machen aus der Zeit der Schwangerschaft wo erst in Lebenszeit Diese ganz früne Entwicklungs- und Mindungserführungen, wie sie auch prägend wirken für den weiteren Selbstumgang als Erwachsene.
00:25:27: Das heißt Unser Thema in dem Buch ist eigentlich die Übersetzung dieser ganzen vielen Erfahrungen aus der frühen Elternbabytherapie, in den Bereich der Erwachsenentherapien.
00:25:37: Also wie Binnungsverletzung körperbasiert begleitet und bearbeitet und verarbeitet werden können.
00:25:44: Und da zeige ich einfach Mima mit verschiedenen Körpersysteme – Mit der Haut, mit der Atmung, mit dem Herzen, auch dir aber mit Worten also im Prinzip verschiedene Systeme Wie wir Eltern dabei unterstützen, ihr inneres Schrei-Baby oder ihre Inneren des disreguliertes Baby was in ihnen tobt und wirkt.
00:26:05: Wie sie das lernen so gut halten und begleiten und verstehen zu können.
00:26:09: also das ist eigentlich das Thema Die eine körperbasierte arbeitende körper basierte bindungstraumtherapie wenn man so will.
00:26:17: ja also da, dann geht es eigentlich drum und dass sie merken okay das was wir mit den eltern machen mit dem baby ist das können wir eben auch mit den inneren erwachsenen anteilen und in inneren kind und babyantal machen.
00:26:30: Und das machen wir einem genanzt ganz ähnlicherweise mit körper spezifischen zugängen und darum jetzt in ein buch die übersetzung von der schönen Zeit in die Ersatzung.
00:26:40: Also
00:26:40: für Eltern, wir haben ja viele, die sich als Cyclebreaker bezeichnen und sagen ich möchte es auf keinen Fall so machen wie ich es selber erlebt habe und vielleicht kann dir das da nochmal eine Unterstützung sein wenn du dich auf diesen Weg begeben möchtest.
00:26:52: super sehr schön!
00:26:53: Thomas vielen vielen herzlichen Dank.
00:26:55: das waren ganz viele tolle Denkanstöße und Aha-Erlebnisse die ich hatte die bestimmt auch viele von unseren Zuhörerinnen und Zuhören hatten.
00:27:05: Vielen dank für deine Zeit.
00:27:08: Wir, Claudia müssen jetzt einmal zum Schluss sagen.
00:27:12: Es war mit Thomas das große Finale für eine kleine Pause.
00:27:18: Wir gönnen uns in diesem Jahr.
00:27:19: eine kleine Sommerpause haben wir jetzt zwei Jahre lang nicht gemacht aber dieses Mal machen wir es!
00:27:24: Wir werden am XXIII.
00:27:26: August werden wir zurückkommen mit unserem schönen Podcast dann wieder zu zweit Aber heute dürfen wir noch mal zu dritt gleich unsere Verabschiedung sagen.
00:27:38: Thomas, wir machen immer ein ganz einfaches hamburgisches und du darfst gerne mitmachen wenn du möchtest.
00:27:44: Tschüss!
00:27:47: Vielen Dank fürs Zuhören, vielen dank für euer Interesse und wenn ihr uns gerne zuhört dann folgt uns doch auf der Plattform Eures Vertrauens.
00:27:55: Und
00:27:55: auf Instagram.
00:27:56: da könnt ihr auch Fragen stellen die wir dann in einer passenden Folge beantworten.
00:28:01: Neue Folgen gibt es immer Sonntags alle zwei Wochen überall da wo's Podcasts gibt.
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