#62 High Need Babys & Trauma-Schreien: Was dein Baby dir mit seinem Weinen sagen will
Shownotes
Vielleicht sitzt du gerade genau jetzt mit deinem Baby auf dem Arm. Du hast schon alles versucht: getragen, gestillt, geschaukelt, gesungen, den Kinderwagen geschoben oder eine Runde mit dem Auto gedreht. Und trotzdem weint dein Baby weiter. Vielleicht fragst du dich inzwischen, ob du etwas übersiehst. Ob du etwas falsch machst. Oder warum ausgerechnet dein Baby einfach nicht zur Ruhe kommt.
Genau hier kommt Thomas Harms ins Spiel. Der renommierte Psychologe und Körperpsychotherapeut begleitet seit Jahrzehnten Eltern mit Schreibabys und High-Need-Babys. Seine Arbeit empfehlen wir bei den Kinderdolmetschern schon seit Jahren – und jetzt endlich ist er persönich bei uns zu Gast.
In dieser ersten Folge erklärt Thomas, warum manche Babys scheinbar untröstlich weinen, was hinter High Need und Trauma-Schreien stecken kann und weshalb Verbindung manchmal nicht durch noch mehr Tun entsteht, sondern dadurch, dass Eltern zuerst wieder zu sich selbst finden.
Im zweiten Teil in zwei Wochen wird es ganz praktisch. Wir sprechen unter anderem über Schnuller, White Noise und Federwiegen, darüber, was Babys wirklich hilft, zur Ruhe zu kommen – aber auch über eine Frage, die viele Eltern noch lange begleitet: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein zweites Kind wieder ein High-Need- oder Schreibaby wird? Und was kannst du schon heute tun, wenn dein erstes Baby sehr viel geweint hat und diese Zeit noch immer nachwirkt?
Kontakt ZEPP in Bremen Hilfe finden: Emotionelle Erste Hilfe Thomas Harms' Buch: Verkörperte Bindung Hier geht's zur Anmeldung im Kinderdolmetscher Club: Kinderdolmetscher-Club Hier findet ihr uns auf Instagram
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ihr Lieben, bevor es losgeht ein paar Worte zu dieser Folge.
00:00:03: Wir haben einen Gast Körperpsychotherapeut Thomas Harms und unser Gespräch mit ihm war so spannend und so vollgepackt mit wertvollen Gedanken dass wir uns jetzt im Nachhinein entschieden haben es in zwei Teile aufzuteilen.
00:00:18: In dieser ersten Folge sprechen wir darüber was die unterschiedlichen Gründe sein können warum Babys weinen Dass es Weinen aufgrund von akuten Bedürfnissen genauso gibt wie Erinnerungsweinen, weil vielleicht in der Geburt etwas problematisch oder traumatisch war.
00:00:34: Wir sprechen darüber, wie eng die Regulation von Eltern und Kindern miteinander verbunden ist – und weshalb Verbindung viel mehr über unseren Körper als über unseren Kopf entsteht!
00:00:45: Viel Freude mit Teil eins.
00:00:47: und los geht's!
00:01:00: der Podcast.
00:01:02: Wir haben heute einen Gast bei uns, auf den wir extrem freuen.
00:01:06: Das sagen wir immer, das ist auch bisher bei allen Gästen so gewesen.
00:01:09: aber wer unseren Podcast von Anfang an verfolgt hat der hat seinen Namen schon das ein oder andere mal gehört.
00:01:17: ich glaube das erste Mal in Folge einundzwanzig.
00:01:20: jetzt sind wir bei Folge zweiundsechzig.
00:01:23: Wir sprechen heute von und mit Thomas Harms.
00:01:27: Thomas ist Psychologe Körperpsychotherapeut Gründer des ZEP das Zentrum für Primäreprävention und Bindungsförderung in Bremen.
00:01:36: Und einer der bekanntesten Experten im deutschsprachigen Raum, wenn es um die Begleitung von Eltern, Babys und Kleinkindern in Krisen- und Belastungssituationen geht!
00:01:46: Auch wir hier im Podcast habe ich gerade schon gesagt, zum Beispiel in unserer Hi-Need-Baby Folge haben auf ihn und seine Methoden verwiesen.
00:01:55: Wenn ihr wollt hört euch das gerne nochmal an!
00:01:58: Thomas hilft mit seiner Arbeit ganz konkret Kindern und Eltern.
00:02:01: es geht um Schreibabys, um Regulationsstörungen und die von ihm ins Leben gerufene emotionelle erste Hilfe ein Ansatz der Eltern dabei unterstützt wieder in Verbindung mit ihrem Kind zu kommen aber auch mit sich selbst.
00:02:16: Wichtig genau das ist, darüber werden wir gleich sprechen.
00:02:19: Thomas ist der Autor von Keine Angst vor Baby Tränen.
00:02:23: Das Buch kennen wir stimmt einige von euch schon.
00:02:26: Und jetzt in dieser Woche vor ein paar Tagen ist sein neues Buch erschienen, Verkörperte Bindung heißt es!
00:02:32: Darin beschreibt er warum Bindung nicht nur im Kopf entsteht sondern vor allem über unseren Körper unsere Wahrnehmung und unsere Fähigkeit miteinander in Kontakt zu sein.
00:02:42: Wir freuen uns sehr auf diese Folge.
00:02:44: von Herzen Willkommen Thomas Harms.
00:02:47: Hallo herzlichen willkommen Jana.
00:02:49: herzlich willkommen Claudia.
00:02:51: schön dass ich hier runter.
00:02:52: Vielleicht können wir einmal damit starten, Thomas mit der Frage.
00:02:55: Wer kommt zu dir?
00:02:58: Wer braucht deine Hilfe und wie sieht deine Arbeit dann aus?
00:03:02: Wir haben so zwei Schwerpunkte.
00:03:03: Der eine ist natürlich die Arbeit mit den Eltern- und Babys- und Kleinkindern, die in akuten psychischen Krisensituationen uns aufsuchen.
00:03:13: Das sind dann natürlich Eltern mit sogenannten regulationsgestörten Kindern ... Die Babys, die eben sehr viel weinen.
00:03:21: Die von alleine oft nicht mehr runter kommen und in einem hohen Zustand von Unruhe verhaaren.
00:03:28: Das sind alle Themen um Spannungsentspannungsregulationen, um das Thema Schreienquengeln und auf der anderen Seite der Schlafdisregulation – das sind so die Hauptthemen, glaube ich, die bei uns so aufschlagen.
00:03:42: Also Eltern, die am Anfang nicht das erleben, was die meisten eigentlich sie wünschen.
00:03:45: Dass man in Kontakt kommt und dass man schöne Zeiten hat, dass man auch Genuss hat.
00:03:50: Sondern das genaue Gegenteil ist der Fall einfach sehr, sehr anhaltende Spannungs- und Belastungszustände.
00:03:56: Das eine große Teil, der andere Teil sind eigentlich in der Fokussierung die Eltern so eine traumasensible Arbeit mit den betroffenen Müttern und Vätern nach sehr herausfordernden Startbedingungen, auch in der Schwangerschaft und Geburt schon aber auch in erster Lebenszeit.
00:04:11: Eltern die einfach unverhofft oder auch schon mit Wissen vorher Erfahrungen gemacht haben, wo sehr viel Belastung da war.
00:04:18: Klinische Unterbrechungen, operative Geburt und dann Trennungserfahrungen danach.
00:04:24: Wo also sehr, sehr viel innere Last da ist und einfach Unverarbeitetes von diesem Stress.
00:04:30: Und das sind so die zweite große Gruppe.
00:04:32: Also diese beiden Menschen gruppensarriert mal und mit diesen Problemstellungen kommen wir uns im Wesentlichen in die Krisenambulanz.
00:04:41: Wunderbar.
00:04:41: Wenn es schwer ist, geht zu Thomas!
00:04:43: Was können die Eltern bei dir durch die emotionelle erste Hilfe lernen?
00:04:48: Also das was die Eltern vor allen Dingen lernen ist ihre Emotionen zu regulieren und Stress runterzufahren im Zusammenhang mit ihren Kindern gerade dann wenn sie sehr sehr fordernd sind und sei jetzt mal selber in einem bestimmte Belastungszustände noch nicht verarbeitet haben.
00:05:03: also wir sehen bei diesen Kindern die diese regulatorischen Probleme haben Die weinen vielleicht mehr als andere Kinder, die haben eine hohe Spannung.
00:05:11: Die sind in einer hohen Unruhe und die stecken ihre Eltern oft wirklich mit genau diesen Zuständen an.
00:05:17: Das heißt, die betroffenen Eltern werden gerade schrittweise mehr... ...in einen ganz ähnlichen Anspannungszustand und Stress zustande.
00:05:26: Und das macht dann sowas der Eltern durch diese Verunsicherung und durch die Anspanung... ...hab es immer schwerer, die Feinstückbrache des Babys zu lesen.
00:05:35: also weil sie einfach in so ner Verfassungen sind, wo sie die impliziten Körperinformationen zu wenig auswerten.
00:05:44: Die können ganz wenig nur noch spüren weil sie sehen in ihrer Aufmerksamkeit ununterbrochen bei ihren Kindern immer sprungbereit und das macht es wahnsinnig schwierig diese intuitive elterliche Intelligenz abzurufen, die eigentlich Eltern haben.
00:05:57: so was wir sehen ist diese Dynamik führt dann wirklich einer ganz starken Schwächung zu regelrechten, schwierigen Teufelskreisläufen.
00:06:08: Das heißt die Eltern und die Spannung der Kinder Die schaukeln sich wechselseitig hoch, die Babys werden immer unruhiger.
00:06:15: Die Eltern werden immer kopfloser.
00:06:18: und was lernen sie bei uns in der emotionalen ersten Hilfe?
00:06:21: Im Prinzip eigentlich genau das, was das Wort auch sagt nämlich wir versuchen die Eltern akut zu versorgen dass sie wieder einen Zustand geraten der Emotionalen Regulation, dass Sie sich selber wieder einfangen können Dass sie wieder zur Ruhe kommen können obwohl ihr Kind vielleicht In einer Verfassung ist die gar nicht so einfach ist wo es eben erst mal nicht erkennbar ist los ist.
00:06:42: Das heißt, die Eltern lernen einerseits sichsbesser zu regulieren und gleichzeitig lernen sie bei uns aber auch mit uns zusammen diese körpersprachlichen Zeichen des Babys besser zu verstehen und sich mit den abzugleichen, auch gleichzeitig die auszulesen und adäquater zu beantworten.
00:07:00: Da kriegen Sie so ein Rollmodel da helfen wir Ihnen sozusagen wie eine Art Fahrschullehrer dabei auch erste Schritte zu gehen.
00:07:07: Also wir gehen ganz gezielt mit den Eltern sozusagen in diese akuten Problemsituation rein und explorieren, erkunden das mit denen zusammen.
00:07:15: Die Eltern lernen ein gewisserweise zu verstehen, ah wie verliere ich den Draht zu mir wenn es richtig heftig wird?
00:07:23: Aber das zweite ist immer aufwichtig.
00:07:24: Sie lernen sich wiederzu erobern sie ja sich und ihren Körper wieder an Staat zu kriegen Und da geben wir Ihnen ganz konkrete, kleine Handwerkszeuge und Schritte.
00:07:36: Und Übungen an die Hahn wie Sie das machen können.
00:07:39: Es ist so schade dass wir jetzt keine Videobilder haben weil auf dem Video kann man sehen wie liebevoll und sanft und körperlich solche Sitzung ablaufen.
00:07:48: Das ist ja eine unglaubliche oder wunderschöne Tanz zwischen dir und dem Baby und den Eltern und wie man langsam in Verbindung kommt es einfach unglaublich berühren zu sehen.
00:08:01: Ja, sehr berührende.
00:08:03: Es ist vielleicht erstmal auch sehr wichtig in der Arbeit dass wir so ein Jahr haben für den akuten Belastungszustand.
00:08:08: die Eltern erst mal sagen ich muss das jetzt nicht sofort ändern sondern die kriegen erstmal Raum für ihre Gefühle für all das was er an Not auch erleben.
00:08:17: Die sind ja tief verzweifelt.
00:08:19: sie wollen einfach alles wie ihren Kinder tun die versuchen alles aufzubringen was sie haben und merken Die dringend nicht durch, also das Kind macht einfach weiter und die Kontaktlosigkeit setzt sich fort.
00:08:34: Und diesen Raum auch für die Eltern zu geben dass sie Platz haben für ihre Gefühle und dann aber auch dass wir einen Raum schaffen zusammen der Beobachtung.
00:08:42: wie läuft denn das eigentlich wenn da so ein Immersal stressig aufbaut?
00:08:46: was macht ihr dann?
00:08:48: Wie sind eure Versuche?
00:08:50: Wir sind eure Angebote in das Kind und da sind die Eltern die zeigen uns natürlich live vor unseren Augen, wie sie eigentlich so aus der Spur geraten.
00:08:59: Wie Sie selber immer kopfloser und orientierungsloser werden.
00:09:04: Und dann Ausgehen von dieser Betroffenheit.
00:09:06: Das ist so wichtig dass diese Menschen mit dem Subjekt erleben, mit ihrem inneren Verfassung abgeholt werden, da ernst genommen werden.
00:09:15: Von dort man kann sagen in einer richtigen Dilemma Situation.
00:09:19: So sie drin sind die Lösungen zusammen zu entwickeln so dass sie einerseits diese Brücke zum Baby entwickeln können und letztlich auch lernen, eine neue andere Orientierung aufzubauen.
00:09:33: Das ist so wichtig!
00:09:34: Wie eigentlich geht es mehr in unsere Arbeit um die Veränderung mit körperlichen Mitteln?
00:09:39: Ich
00:09:42: finde diesen Punkt weil ich hatte das selber also mein inzwischen vierjähriger war Na ja, ein Schrei-Baby oder ein High-Need-Baby.
00:09:53: Wir waren bei der Kinderärztin und vorher hatte ich das einfach noch gar nicht... Ich hatte das gar nicht auf dem Zettel, dass es das gibt.
00:10:00: Schrei Baby Ja!
00:10:02: Dann dachte ich nach ganz so katastrophal ist es nicht aber es ist schon sehr, sehr schwer.
00:10:07: Und ich war damals froh als die Kinderärzten gesagt hat da sind schon viele, viele Sachen, die nicht.
00:10:15: Also ich hab immer gesagt, naja wir haben halt kein Anfängerbaby und habt es immer ein bisschen runtergespielt.
00:10:22: Und habe auch natürlich gewusst dieser Satz ja das erste Jahr mit baby ist hart.
00:10:28: und dann dachte ich aber wie hart kann's denn sein?
00:10:32: Und deswegen finde ich den Part den du auch gerade gesagt hast dieses also das weiß ich noch dass dieses auf einmal endlich mal von jemandem ernst genommen werden und gesehen werden, was man da als Eltern einfach leistet.
00:10:48: Und jeden Tag irgendwie wieder über die Grenzen hinausgeht... ...und das nicht zur Folge hat, dass man ein glückliches Baby hat!
00:10:57: Man macht und macht und Macht und denkt also wie oft ich gedacht habe Ich weiß nicht was ich noch machen soll damit mein Kind zufrieden ist?
00:11:06: Und dann kommt man ja immer in einen immer mehr machen und das ist in Zweifel gar nicht der richtige Weg dann.
00:11:14: Ja, es ist... Genau wie du sagst, das beschreibt ja sehr gut diesen normalen Ablauf.
00:11:20: Man setzt immer eine Schippe drauf und man macht es im Prinzip bereit zu geben.
00:11:25: Und alle Eltern auch gerade wenn sie sowieso einen sehr schwierigen Staat hatten, dass vielleicht Erinnernisse da waren, herausfordernde Geburten mit schwierigen Lebensstaaten, irgendwelche Entzündungen oder Krachkrankungen der Kinder auch noch da waren dann sind sehr viele Eltern natürlich... mit der Agenda unterwegs, wir wollen dem Kind alles abnehmen bei Schwierigkeiten.
00:11:47: Wir wollen nicht dass es nochmal so leiden muss wie da am Anfang und das heißt ist ja eigentlich ein Vorsatz also Union weint das Kind vielleicht mehr als Übergebühr und das heisst da sind wir im Bereich wo es wirklich dann zwei drei vier Stunden am Tag wirklich Wein quengelt und immer gespannt ist.
00:12:03: So an dieser Stelle kann man natürlich jede Mutter jeden Vater verstehen die jetzt alles tun um das abzuwettern Und im Prinzip eigentlich die Last, dem Kind zu nehmen.
00:12:15: Wir sehen aber in unserer Arbeit, dass da drin eine gewisse Sackgassengefahr bestehen.
00:12:22: Wenn es ein noch halbwegs regulationsfähiges Kind ist und ich bin aus einer ruhigen Verfassung heraus.
00:12:29: Wenn bei meinem Kind und Schaupel da so ein Gespräch mit einem, sprechen wir beim Kind.
00:12:34: Und gibt Körperkontakt in seiner Nähe dann könnten wir erleben dass es vielleicht in seiner Unruhe so langsam sich runter regelt und kommt an und entspannt sich.
00:12:42: Bei diesen Kindern aber ist das oft nicht so sondern das Kontaktangebot manchmal sogar die Nähe verstärkt sogar die Belastung.
00:12:50: also das heißt die Kinder fahren erst richtig hoch.
00:12:52: Die gehen so richtig in den Ausdruck.
00:12:54: Eine ganz paradoxe Situation.
00:12:57: Und dann klappt das eben nicht mehr mit der Strategie, ich nehme dir das ab und ich mach dich immer wieder ruhig.
00:13:01: Das bedeutet nämlich, ich muss ständig irgendwie eine Stimulation einbringen bei dem Baby.
00:13:07: Also ich muss es tragen oder fahren im Kinderwagen rum, zwar in einem Tragetuch haben, ich tanze... Ich mache ganz viele Dinge an Stimulationen um das Kind zu beschäftigen.
00:13:18: Da ist jetzt sozusagen die Gefahr in einer Man könnte sagen, Belastungssackgasse zu kommen.
00:13:28: Ich mach das immer mehr und fahre immer mehr auf.
00:13:31: Aber das Kind gibt mir quasi die Gratifikation, man kann sie in die befriedigende Erfahrung nicht.
00:13:36: Und das läuft natürlich in den totalen Frust rein!
00:13:39: Und in die totale Erschöpfung vor allen Dingen.
00:13:40: ne?
00:13:40: Weil es ist ja wirklich eine endlose Strecke von Maßnahmen von wie sagt Hüpfball- und Nachts... ...und dann fahr ich Auto und dann bin ich wirklich so überlastet an irgendeinem Punkt.
00:13:50: Das ist... Ich bin eines Samstags abends, das weiß noch als wär's gestern gewesen, bin ich ins Bett gefallen also mit meinem Kind und dachte, ich bin so... also nicht nur emotional sondern jetzt wirklich körperlich auch total fertig.
00:14:06: Und es gibt doch diese Health App auf dem Handy die die Schritte zählt.
00:14:11: Nur die, die man gegangen ist mit Handy in der Hosentasche oder in der Jackentasches war kalt.
00:14:16: Guck' ich auf mein Handy bin ich an diesem Samstag siebzehn Kilometer gelaufen.
00:14:21: Ich bin nur noch gelaufen mit meinem Kind, weil das das Einzige war.
00:14:25: Naja ich kann doch nicht mal sagen was beruhigt hat aber irgendwie...
00:14:28: Ich denke es hat das was wir ja auch dann oft sehen.
00:14:30: was du auch beschreibst ist ja ein Doppel Effekt ne?
00:14:33: Das Laufen zum Beispiel was die Bewegung laufen.
00:14:36: Stimulation hilft in deiner gewisser Weise beiden Weil wir müssen so sehen dass kind is in der Regel wenn das eine solche Verfassung ist in einer relativen Stressspitze Die ganze Zeit also in der dauernd Anspannungslage von seinem autonomen Nervensystem Und die perifäre Stimulation, das heißt Haulkontakt.
00:14:54: Gleichgewicht wird angeregt durch Schaukeln im Tuch oder auf dem Körper.
00:15:00: Das macht so eine gewisse Ruhebewegung im Kind.
00:15:03: Das fährt es ein bisschen runter aber es nimmt nur die Spitzen raus.
00:15:06: Es entspannt sie ja nicht wirklich.
00:15:09: und alle Eltern wissen wenn wir das nicht weitermachen dann geht das Kind direkt wieder in die nächste Welle.
00:15:15: Die Idee daran ist aber trotzdem, so beschreibst du es ja gut... alles, damit es bei dir anders wird.
00:15:22: Also eigentlich mag ich dich und kann nicht dich besser haben, wenn du anders
00:15:26: wirst.".
00:15:26: Und das ist natürlich bei den... Manchmal geht das dann soweit, dass die Eltern will, sie anfangen an zu zweifeln.
00:15:31: Was ist das für ein Kind?
00:15:32: Ich geb dir doch alles an, da hast du nicht mal Danke.
00:15:34: Warum ist es nicht immer gut?
00:15:36: Warum kriege ich jetzt nicht irgendwann einmal das Schöne des Elternseins von
00:15:40: dir?".
00:15:42: entsteht natürlich auch nerv und es entsteht auch eine art von kränkung enttäuschung also in der rückzugsbewegung, unter drüber ist natürlich diese elterliche.
00:15:54: Ich muss ja ne gute muttern guter vater sein ich muss immer präsent sein.
00:15:57: also wir haben so zwei sachen so eine innere wirklichkeit tiefes rust und enttäuschung und da drüber isst du.
00:16:03: ne So ein Ideal, ich von so einem Eltern sein und das ist wie eine Hude auf da drüber.
00:16:09: Ich gebe alles.
00:16:10: Und da kommen wir jetzt an einem Problem.
00:16:13: Das ist jetzt ein Teil unserer Arbeit wenn wir diese Erkundung von diesem Vorgehen gemacht haben.
00:16:20: Wir sehen zum Beispiel die Eltern stehen auf und sie haben das ja oft schon Wochen, Monate lang hinter sich und sind dann an dieser frontieren schon gerade benannten Erschöpfungsgrenze Und das Baby wird unruhig, schenkt der Handel zu quengeln und zu weinen.
00:16:33: Und während den Anfängen direkt springt sie auf machen wieder was?
00:16:37: Dann kommt natürlich jemand die Frage okay wir haben das jetzt zwei drei mal gemacht werden Das haben ja gerade gesehen dass sobald ich wieder hinsitze kommt wieder die Unruhe Was sind wenn wir das nicht machen?
00:16:49: Der ist denkbar und natürlich ist es eigentlich tabu Weil die wissen alle intuitiv, wie ich das mache.
00:16:55: Dann geht es richtig runter und dann reden wir eigentlich ein bisschen okay wo fährst du eigentlich genau so eine Angst?
00:17:00: Was ist eigentlich so schwierig?
00:17:02: Kennst du den Zustand überhaupt?
00:17:03: Und erstens eine große Gruppe von Eltern ersticken diesen Prozess wirklich im Keime.
00:17:09: Sie haben mal sogar nicht mal diese Melodie was ihr als Kind eigentlich mitteilen möchte.
00:17:15: Der Toleranzraum dafür ist sehr, sehr klein.
00:17:18: Das kennen die meisten gar nicht.
00:17:20: Die meisten haben das nie gemacht weil sie wissen doch keine was sie tun sollen.
00:17:23: Also machen wir eigentlich in unserer Arbeit so etwas okay?
00:17:27: Wir haben jetzt alles geklärt und das muss gesichert sein.
00:17:29: Es hat kein Hunger, es hat geschlafen.
00:17:31: Dann haben wir alles nach Regel durchgekommen.
00:17:36: Was geschieht denn mit deinem Kind wenn wir alle diese ganzen Maßnahmen nicht machen?
00:17:43: Kind zu füttern, kein hungriges Kind und es ist auch kein tief müdes Kinder in der Regel zumindest nicht.
00:17:49: Also ist die Frage was geschieht da?
00:17:50: Was teilt uns das Kind an sich mit?
00:17:52: Und dann kommen wir mit den Eltern einen Punkt der Entscheidung wo wir sagen pass auf wenn wir jetzt für ein kleinen Moment das jetzt weglassen, reden wir erstmal darüber was du eigentlich erwartest und antizipierst was jetzt geschehen könnte.
00:18:04: Das heißt Wir machen das auch manchmal, wenn wir haben Flip-Job.
00:18:07: Wir gucken uns das an, wir gucken deiner Grafik an.
00:18:09: Wie sehe ich?
00:18:10: Deine Meinung auch aus?
00:18:11: wie geht es weiter?
00:18:12: und die meisten denken Das geht ab durch die Decke, durch den Mond bis ins Weltall.
00:18:17: So fliegt das Kind, weil's so abgeht.
00:18:20: Also diese Sorge dass Kind ist wie nach Rakete losstartet oder nie wieder ruhig fährt ist quasi ganz tief die Katastrophenerwartung
00:18:28: Ja und dazu halt.
00:18:29: Was ich sehe, ist dann diese Wahnsinn-Selbstzweifeln und diese Schuldgefühle.
00:18:33: Da kommt man sogar nicht raus aus diesem... Es würde mich noch mal interessieren was du denn mit diesen Selbstzweifen und so machst.
00:18:40: aber entschuldige erzähl erst einmal fertig.
00:18:41: Nee, das ist ja auf die Quelle dass ich denke wenn ich meinen Kind um ein bisschen in den Raum gehen lasse und das verbinden viele junge Eltern damit und gerade die mit dem modernen Erzählungsideen unterwegs sind Wenn mein Kind weint habe ich irgendwas übersehen?
00:18:59: nicht entdeckt.
00:18:59: Da ist irgendeine Schraube, sage ich jetzt mal noch locker oder irgendwas noch nicht versorgt, sonst würde es dir nicht
00:19:04: weinen.".
00:19:05: Also die Idee, da ist irgen eine Art von Beziehungs- oder sonstiges Bedürfnis nicht versorgt und deswegen kommt zu diesem Problemprozess.
00:19:14: Und da ist ja schon der erste Denkfehler, weil das würde immer dafür sprechen dass wir's mit situativen Defiziten zu tun haben.
00:19:24: wenn ist bei manchen Bedürfnissen der Fall, wenn ein Kind gespickst wird zum Beispiel und am Kinderarzt anweint.
00:19:31: Das ist bei allen anderen Defiziten oder bei Schlafen oder bei Durst usw.
00:19:35: auch der Fall.
00:19:36: aber es gibt eben eine ganze Reihe von Prozessen wo das Kind vielleicht einen Beziehungsmangel beklagt dass Kind sagt du bist so bemüht Du bist so angestrengt in deinem Bemühen mich ruhig zu machen Aber ich würde dich nicht Ich würde dich einfach nicht.
00:19:51: Ich Baby hab.
00:19:53: Du bist zwar da, physisch da und trägst mich da, aber ich kann dich nicht spüren.
00:19:56: Weil du warst selber so im Kopf am Suchen in so einer Suchtbewegung bist das im Prinzip alles gut gemeint hat diese Eltern dann aber dazu führt dass sie sich eigentlich nicht verfügbar bin, nicht emotional verfügba.
00:20:09: Das heißt ich kann Körperkontakt anbieten mein Kind halten tragen und trotzdem nicht auf die Art und also nicht da sein richtig?
00:20:21: Ja, das ist so quasi die brutale Wahrheit in gewisser Weise.
00:20:24: Das hier oft und das lebe ich auch in der Praxis immer wieder dass viele Eltern denken ja wenn nicht doch da bin ich mein Kind halte schaukel und soweit jetzt alles safe.
00:20:34: Das ist leider nur die halbe Wahrheit.
00:20:36: Weil der Körperkontakt entfaltet eigentlich nur so eine positive Wirkung, die wir alle schätzen wenn die Betroffenen wirklich in ihrem Körper ruhen.
00:20:46: also das heißt wenig innere Bezogenheit zu meinem Körper.
00:20:50: Was ja eigentlich den Eltern beibringen, ist so eine aduale Aufmerksamkeit.
00:20:54: Ein Teil beobachtet das Kind mit seinem Verhalten und der andere Teil beabachtet mich in meinen Körper.
00:21:01: Wo fange ich zum Beispiel an?
00:21:02: An welcher Stelle bekomme ich Stress?
00:21:04: Und was macht es dann im
00:21:06: Meer?".
00:21:06: Ah!
00:21:07: Dann kriege ich ein engerner Brust, dann zieht man Atem sich
00:21:09: zurück.".
00:21:10: Ich bin ganz flach in der
00:21:11: Atmung!".
00:21:11: Das ist so ein ganz hohes Gefühl von Bedrohtheit in das Subjektiv.
00:21:16: Aber im Körper z.B.
00:21:17: verengt sich alles und wird alles dicht Und es sind immer schwieriger für die Eltern sich dann selber noch zu spüren.
00:21:23: So, normalerweise neun von zehn Eltern würden uns darüber gar nichts erzählen weil sie sind einfach so gebunden mit ihrer Aufmerksamkeit beim Kind dass er eigentlich unruhig ist.
00:21:35: ich gucke die ganze Zeit mit Argus Augen nach draußen aber was es mir los ist nicht der Fall und unsere These ist einfach Wenn das sehr extrem ist und der Faden nach außen zwar ganz stark ist, aber zu mir nur noch ganz dünn.
00:21:49: Also ich spür mich ganz wenig.
00:21:51: Ich krieg mich eigentlich gar nicht mit!
00:21:53: Man kriegt das Baby uns auch nicht mit.
00:21:55: Das heißt wenn ich mich nicht mehr erlebe und spüre in meinem Zentrum dann wird mein Kind mich nicht wahrnehmen als orientierendes Feld oder als haltgebendes Gegenüber.
00:22:06: Das ist natürlich wie so eine Entdeckungsreise auf, dass die Beroffenen erst mal merken hey ich verliere gar nicht nur mein Baby in der ganzen Geschichte sondern in einer gleichen Zeit auch mich selbst.
00:22:18: Ja, ich bin mir am Kopf unterwegs.
00:22:20: Ich bin total in der Suchtbewegung und gebe alles was ich habe aber ich ein Körper dabei.
00:22:25: Und deswegen das ist für uns wie so eine Art Ampelfunktion.
00:22:30: Es geht von total satt, ich spüre mich und ich spür mein Kind super.
00:22:34: Das ist so dass wir wollen und da gibt es zwar kleine Ausschläge mal, aber kleine Aufräge Aber ich bin satt eigentlich sicher hier verbunden.
00:22:40: Zweite Ebene dünner fahren ganz dünnes Dünnes Eis, wenn man so will.
00:22:45: Ich spüre mich kaum noch.
00:22:46: Ich bin immer in so einer Anspannung, ich bin immer ein bisschen gefordert, kostet wahnsinnig viel Energie und macht auf Dauer als Schöpf.
00:22:52: Dritte Ebene?
00:22:53: Ich spür mich gar nicht mehr!
00:22:55: Das ist an dieser High End Situation.
00:22:57: dann ist wo ich so belastet irgendwann bin, so über den Punkt dass jeder Ausdruck, jeder Bewegung des Kindes eigentlich mit in einen Able rundherum reißt und dann funktioniere ich nur noch.
00:23:10: Ich bin an Körperkontakt, ich trage meinen Kind.
00:23:17: Aber eigentlich kann ich das gar nicht mehr in der haltgebenden Funktion machen, weil ich mich selber nicht mehr halte!
00:23:23: Ich bin haltlos im Meer.
00:23:25: also ist es auch schwer als haltlose Vater oder als so lose Mutter diesen Halt am einen Kind weiterzureichen.
00:23:31: und das Schlimme oder das Gute ist wie immer in dieser Fähigkeit des Kindes.
00:23:39: die sind halt so Detektoren sag' ich immer.
00:23:41: Das sind so Kleine Lügen, die uns im Prinzip eigentlich super präzise sagen.
00:23:49: Du kannst mir nachher so viel erzählen von deinen guten Vorsätzen und was du alles willst aber spürst euch den nicht!
00:23:54: Und wenn ich dich nicht mitkriege solange ich dich nich spüre mache ich ja Rabatz weil ich brauche diese Beziehungsnahrung.
00:24:04: Ich krieg zwar Aktivität und ich krieg vielleicht auch Essen und Trinken Aber was ich nicht kriege ist die emotionale Verbundenheit Die näherende Qualität, die fehlt mir.
00:24:14: Und das ist natürlich erst mal... Das sagen wir den Eltern natürlich nicht so.
00:24:18: oder würde ich jetzt nur wenn du betroffen gewesen hast.
00:24:20: Ich habe es dir nicht so gesagt aber ihr piepst noch langsam an!
00:24:23: Das ist ja ein ganz, ganz delikater und sehr verletzbarer Raum weil wenn ich das nach Mutter drehe dann du bist ja selbst völlig von Sinnen.
00:24:35: Wie willst du da für dein Kind?
00:24:36: Dann bin ich schuld.
00:24:40: Das würde dich komplett aus dem Ladschen kippen lassen.
00:24:43: Aber wenn ich das in einer ganz feinen, berutsamen Weise langsam gucken und wir gucken dann wo es deine Aufmerksamkeit ist?
00:24:51: Lass uns mal gucken!
00:24:51: Wenn du jetzt gerade das machst... Du läufst jetzt und du stimulierst dein Kind und du bist ein soer Sprungberater.
00:24:58: Und wie ist es gerade in
00:24:59: dir?!
00:25:00: Dann ist allein die Frage der Fokuswechsel nach innen.
00:25:04: Der ist innere Explorieren und Erkunden.
00:25:07: ist es so ungewöhnlich, dass jemand über erstens nach ihnen fragt in der Situation.
00:25:11: Zweitens, erzähl doch mal was da los ist!
00:25:14: Kannst du überhaupt da was wahrnehmen?
00:25:15: und die meisten haben erstmal Mühe überhaupt etwas zu spüren?
00:25:18: Weil sie sind so gebunden mit ihrer Aufmerksamkeit draußen das ihr jetzt erstmal lernen müsst und sagen, ah ja stimmt, ich merke ja erstmal, was für eine Aufregung denn wir?
00:25:29: Und wie ich eigentlich auch auf Hundert Achtzig bin um meinen Pult schlägt wie verrückt Hattest du ja auch nicht mehr und meine Physik spür ich auch niemanden.
00:25:37: Und so fangen wir an im Prinzip das gesamte Nervensystem den ganzen Organismus ganz langsam einzufangen.
00:25:45: und erst mal und dafür brauchen die Eltern und das kriegst du alleine nicht geregelt da brauchst du jemand der dich trägt, der sich ein bisschen unter die Arme nimmt.
00:25:55: Ganz kleine Schritte dir anbietet was ein.
00:25:59: das kommt mir dazu und bitte ich vielleicht eine kleine Unterstützende halt.
00:26:04: geben eine berührung an für dich und wir gucken uns mal zusammen dein baby an.
00:26:09: Und schau mal der guckt dich doch an jetzt gerade das musst du gar nichts machen dann kriegen sie erst so kleine handlinganleitungen, aber vor allem geben wir den betroffenen erstmal so kleine vehikel dass sich so aus dieser pazituation stückweite in so einer beobachtungsfähigkeit wiederkommt.
00:26:26: die können ja nicht beobachten neutral.
00:26:28: wenn wenn ich so unter Strom bin, dann beobachte ich nicht mehr wie nur im Überlebensmodus.
00:26:34: Und das ist natürlich da wo die Eltern zum Haus
00:26:36: sind.".
00:26:37: Also wenn du jetzt gerade in der Situation sein solltest und uns hier zuhörst was wir halt oft erleben ist dass man sich dann noch mehr Zuhause versteckt und eben überhaupt nicht auf die Idee oder sich nicht eingesteht Thomas anrufen müsste.
00:26:53: Und das ist ein total schwieriger Schritt, dass man immer erst danach stelle ich bei ganz vielen Eltern fest, dass sie dann nach darüber reden wie schlimm es eigentlich war aber in der Situation halt sich keine Hilfe holen.
00:27:03: Insofern wollen wir dich jetzt ermuntern wenn du in der Situation bist dann schreib uns.
00:27:09: Schreib uns hier beim Podcast und dann können wir gucken, dass wir dich irgendwie weiter vermitteln.
00:27:13: Aber tu was!
00:27:14: Du musst das wirklich nicht alleine durchstehen ernsthaft nicht.
00:27:18: Ja, ich finde wir reden auch ganz oft darüber was für eine sensible Zeit das Wochenbett eigentlich ist und wie wichtig es ist dass man als Frau da irgendwie in irgendeiner Form auf sich selbst achtet.
00:27:32: Ich kenne kaum Frauen wenn ich mich immer im Freundeskreis umschaue, ich kenne keine Frauen die das wirklich machen die sich dann irgendwie in der Prioliste irgendwo selbst vorkommen lassen.
00:27:45: Und Thomas, wenn du sagst das ist aber eigentlich gerade so wichtig.
00:27:48: Dass man sich in dieser Anfangszeit oder auch danach dass man sich selbst nicht verliert.
00:27:54: dann sind wir wieder an dem Punkt, an den wir ganz oft in diesem Podcast schon sind.
00:27:58: Wo man so denkt auch Mensch wie haben wir uns denn heutzutage eigentlich eingerichtet?
00:28:02: Genau.
00:28:03: Irgendwie alleine zu Hause mit Baby und das ist eine ganz, ganz schwierige Situation und ich finde es total nachvollziehbar dass man sich selbst immer hinten anstellt.
00:28:14: aber auch das da noch mal als Ermutigung das nicht zu tun.
00:28:19: Ja genau.
00:28:20: Du hast gerade... Bei denen, als du gesagt hast ihr geht mit den Eltern dann durch.
00:28:28: Was wäre denn das Schlimmste?
00:28:29: Und dann sagen die ja dass mein Kind schreit und durch die Decke geht.
00:28:35: da wollte ich gerne dich noch fragen Du unterscheidest verschiedene Arten von Schreien.
00:28:40: Ist das richtig?
00:28:41: Also ein Bedürfnisschrein, einen Erinnerungsschreien und das hatte ich ehrlicherweise bevor Claudia das zu mir durch dich erzählt hat noch nie gehört.
00:28:50: Kannst du das mal für unsere zuhörenden Eltern einmal erzählen?
00:28:54: Die Idee ist eben neben diesem Schreiden was so Mitteilungen sind über bestimmte Bedürfenesdefizite wie Hunger, Schlaf oder auch Kontakt wo das Kind im Prinzip markiert.
00:29:07: Pass auf, hier ist mir zu wenig von.
00:29:08: Zu wenig Essen, zu wenig Trinken und zu wenig Schlaf.
00:29:12: Es gibt vielleicht in meiner Integrität, können es auch einen Mangel geben?
00:29:15: Ich bin ungeschützt.
00:29:17: Mir tut ihm was weh!
00:29:18: Es können körperliche Defizite sein oder Entzündungen... All das machen Unluste macht Unlustreize uns viel zu schreien.
00:29:24: Das ist relativ klar.
00:29:25: Das kann man auch relativ schnell checken.
00:29:28: Und das haben wir auch die meisten Eltern gecheckt.
00:29:33: isologischen Themen, die natürlich da sind auch kinderärztlich abgecheckt.
00:29:36: Und dann kommen wir an einem Punkt das in zwei Dinge ist einmal des resonantisch reinen dass es so was wie eine Art Spiegelung schreien wo das Kind im Prinzip Beziehungs Situationen in seinem Feldern in dem familiären Umfeld auch aufnehmen kann also ungelebte Gefühle der Eltern zum Beispiel die im Raum Geistern also Mama die vielleicht sehr ängstliche ist oder ein Vater Die aber eigentlich diese gefühle nicht anerkennen und ich haben wollen.
00:30:06: was passt nicht in den selbst konzept?
00:30:08: das können streitsituationen sein die latent dauern im raum war waren also mit einer hohen spannung.
00:30:13: Und da sind babies einfach so resonante wesem die kriegen das mit.
00:30:17: ob da dieser unverarbeiteten und integrierten teile, Die werden sozusagen vom Baby statt der Eltern dann ausgedrückt.
00:30:24: Das Baby macht quasi eine Art Ausflugskanal auf für bestimmte starke Gefühle, die die Eltern vielleicht irgendwie ahnen aber nicht wirklich zulassen.
00:30:33: So das ist ja ein Teil,
00:30:34: d.h.,
00:30:34: wenn seine Mama ihr Baby verloren hat in der letzten Schwangerschaft und es immer noch tot traurig und da ist eine ganz tiefe Traurigkeit, die auch aktualisiert wird durch dieses neue Kind.
00:30:45: Dann könnte sein dass das Schreien eigentlich einen Kanal ist, dieses Babys.
00:30:51: Diese unbewussten Gefühlsanteile der Mutter zum Ausdruck zu bringen.
00:30:56: Das ist die eine Sache.
00:30:58: und der zweite Aspekt dieses wiederholende Traumabasierteschreien.
00:31:03: Es ist eigentlich wo Kinder selber in ihrer frühen Entwicklung Beziehungsabrisse erfahren haben, die längerfristig waren.
00:31:10: Zum Beispiel durch Zäsuren, in die schon in der Schwangerschaft anfangen können Interventionen mit großer Not erlebt wurden.
00:31:19: Kind war in der Schwangerschaft und es gab Blutungen.
00:31:21: Und die Mutter war eine Woche lang im Panik, ob das Kind überhaupt überleben wird?
00:31:26: In dieser Zeit der Panik war sie überhaupt nicht online.
00:31:29: Sie war so in großer Not, dass eigentlich der Beziehungsfaden in dieser Situation gerissen ist oder unter der Geburt Belastungskorridore unter der Geburte wo das Stress erleben so massiv war, dass ich als betroffene Person Und es können auch beide Eltern gleichzeitig davon betroffen sein, nicht mehr halten und regulieren konnte.
00:31:49: Das heißt mir reißt sozusagen die Hutschen ur.
00:31:52: ich bin vergeht hören und sehen in dieser Zeit und was wir wissen ist dass In dieser zeit dann auch eine regel der resonante beziehungsfaden zwischen den älteren dem baby verloren geht.
00:32:05: um das Interessant, das Baby kann es ja nicht verstehen.
00:32:09: Das kann er nicht sagen ist, participiert voll daran.
00:32:11: Es nimmt voll daran teil und es kriegt auch voll mit.
00:32:14: Da bricht jetzt jemand weg ganz ähnlich wie ich das vorhin beschrieben habe.
00:32:18: Das Beziehungsgegenüber ist nicht mehr fühlbar auf der Empfindungsebene.
00:32:22: Dann gibt's noch sehr hohe Stressauslösungen und diese Überforderungssituationen.
00:32:27: Dieser Kinder führt zu einer Art Einkapselung.
00:32:29: Die Kinder fahren in so eine, man könnte sagen so eine Art Paralyse, in so ne Erstarrungssitution Und Kapseln dieser Erfahrungen dürften, die eigentlich für sie immer existenziell ist.
00:32:40: Diese Art des Abbruchs des Kontinuums ist fürs Kind Leben und Tod.
00:32:44: Hier geht es wirklich um alles!
00:32:46: Das System fährt quasi runter auf so einen Notscheitsbetrieb.
00:32:50: Wenn die jetzt später nach wieder an Bord sind, also in die Welt gekommen sind... reicht manchmal ein bisschen körperkontakt nähe stellen und eigentlich gute erfahrung.
00:33:02: jetzt verflüssigen sich das macht man ganz einfach diese erstarten teile wieder.
00:33:07: die werden sozusagen plötzlich wieder belebt.
00:33:10: also man kann sagen die tauchen wird an der oberfläche auf.
00:33:13: Und die kinder drücken dann eigentlich diese ganze verzweifelte not ihr eigentlich ja eine not in ihrer frühen beziehungsgeschichte war, fangen die Kinder jetzt wieder an zu beleben und auch wieder auszudrücken.
00:33:26: Das heißt, die Not des Zesteckens unter den Geburt vielleicht über mehrere Stunden wo nichts mehr vor und nicht zurück ging.
00:33:32: Und Mama war eigentlich schon längst nicht mehr da weil sie konnte nie mehr.
00:33:35: Und dann alle Leute waren in großer Not.
00:33:38: geht das Kind überhaupt gut daraus?
00:33:40: oder wie auch immer diese Situation dieses Verlust dieser Selbstgeksamkeit dieser Kinder zum Beispiel unter dem Geburt wird auf einmal körpersprachlich wieder aktualisiert ganz stark unterfüttert von einem fürchterlichen, schrillen wirklich nervenzersegenden Schreien.
00:33:59: Weil das ist ein Schreiben, dieses Erinnerungsschreien ist so existenziell, dass wir sprechen auch, das will ich ein Trauma schreiben!
00:34:07: Das ist eine Überforderung eigentlich drin, Ohnmacht und Verzweiflung.
00:34:12: Die ist in einer Pick-Situation.
00:34:14: Das Kind drückt damit aus, es ist nicht mehr ausverhalten.
00:34:18: Es ist unerträglich Mit seinem Körper.
00:34:22: in dieser Phase drückt das Kind beim Schreien eigentlich auch ein Stück weit aus.
00:34:26: Wo ist das geschehen?
00:34:27: Also der körpersprachliche Teil gibt uns ganz klare Hinweise, in welchem Entwicklungskorridor das passiert ist.
00:34:35: Die Tonalität des Schreis zeigt uns ob das Kind vielleicht stundenlang alleine war und kein Mensch unter seiner Seite feststeckte oder in einer großen Schmerzsituation Ob es Intubationen erlebt haben, Invasion in seinen Körper die er nicht wegrennen konnte.
00:34:55: Also kurz um das Kind zeigt uns mit diesen Schreien eigentlich eine existenzielle Notsituation und das hat nichts mit Hunger, das hat nix mit schrafen und Hunger zu tun aber kann trotzdem damit assoziiert sein und das müssen wir gleich nochmal klären weil dieses einer der großen Da Wirrungen, die dann oft passieren bei Eltern.
00:35:17: Aber klar ist diese Schreien haben natürlich alle super Respekt vor.
00:35:21: Meistens kennen das ein paar Mal.
00:35:23: Manchmal schreibe ich nicht mehr so laut dass sie blau wären, dass sie aufhören zu atmen und sich verschlucken.
00:35:29: Manche kollabieren sogar und dann sagen die Eltern nie wieder wie ich das erleben und tun alles damit es nicht mehr passiert.
00:35:36: aber eigentlich will das Kind in einem sicheren Rahmen man könnte sagen ein Stück weit dieser Erfahrung in Form bringen, in Ordnung bringen und dafür bräuchte es eigentlich einen Raum.
00:35:48: Ein gesichertem Raum wo es diese Erfahrung körpersprachlich und emotional zeigt aber diesmal in einem sicheren Feld.
00:35:56: das heißt diesmal sollte Mama Papa anstatt sein emotional verfügbar da sein was sie damals nicht konnte die Mutter nicht und der Vater auch nicht Und da helfen wir dabei.
00:36:06: Das ist eine Rennungsschreibnis Eigentlich nur eine Kapitulation von alten Schrecken.
00:36:13: Ich finde das immer ganz faszinierend, dass ihr dann wirklich in den Therapiesitzungen sozusagen feststellt was da eigentlich passiert ist.
00:36:20: Also macht das Baby zum Beispiel so eine ganz komische Bewegung wo es die Schulter immer so seltsam bewegt und irgendjemand Vielleicht Papa, der bei der Geburt dabei war, sagt dann so was wie ... Ja das war diese Phase wo es feststeckte mit der Schulter und du kannst körperlich sehen.
00:36:34: Wie das Kind das sozusagen als eine Art Selbsttherapie noch mal durcherlebt und dann innerlich abhakt habe ich das Gefühl ganz simpel gesprochen kann man das so sagen?
00:36:44: Ja schon!
00:36:44: Ich würde schon sagen genau wie du es auch geschrieben hast die Kinder gehen ein Teil, dass ja alles unter hohem Stress erst einmal passiert ist oder kann es zumindest passieren Braucht es natürlich eine Person, die so einen ruhigen Blick auf das Ganze behält und dann sagt Schau mal.
00:37:02: Das macht immer wieder diese Schubbewegung jetzt in den Beinen schiebt und schieb und verkannte sich zum Beispiel immer wieder oder es macht eine bestimmte Kopfbewegungen als wenn du festhaken irgendwo.
00:37:14: Peripatale, also geburtspezifischen Themen sind.
00:37:16: dann zeigen uns die Kinder ganz viel in welcher Phase der Geburt sie so ich sage mal in Not gekommen sind.
00:37:23: wo es nicht weiter kam und das ist jetzt ein Teil in der Arbeit ist dass wir dann diese Schreien quasi ganz rausholen aus dem reinen aktuellen Geschehen.
00:37:33: Also die Eltern haben einerseits natürlich eine große Frage was mache ich mir jetzt eigentlich wenn das so ist?
00:37:39: Manchmal und dieses aber jetzt was wir zählen oft auch schon der Beginn einer therapeutischen Arbeit?
00:37:44: Aber dann kriegen sie in diesen Schrei-Begleitungen einerseits Unterstützung, um gut da sein zu können und Präsenz zu bleiben.
00:37:52: Und der zweite Teil ist aber – das ist der augenöffnende Teil für viele Eltern, dass Sie auf einmal verstehen?
00:37:59: Aha!
00:38:00: Die Kleine, die zeichnet mir ja was... was ihr widerfahren ist.
00:38:04: Und ich hab das selber vielleicht ganz anders erlebt, ich hatte ne Narkose, ich war in der PDA, mir wurde... Ich verdankbar, dass die Menschen mir den Schmerz abgenommen haben aber für mein Kind war trotzdem ganz schön am Kämpfen und sehen die Eltern mit uns zusammen so und da er zu Teil ist.
00:38:19: Das kann ja auch sein, dass Mutter und Kinder beide richtig an Not und gekämpft haben Ja?
00:38:27: Und dann ist es sowas wie eine Anerkennung, das ist wie eine Bezeugung auf Was passiert und sowas hier.
00:38:32: Ah!
00:38:33: Ich sehe ja, du machst das nicht um mich zu ärgern sondern ich treche jetzt zum ersten Mal mit.
00:38:37: Das ist ja ein Wesen mit Gefühlen und Erleben.
00:38:40: Das verstehe ich jetzt.
00:38:41: Du hast ja genau so dass in der Stücke erlebe als in dieser Phase der Neonatologie und wie du da gekämpft haben diese Down-Input drei-, viermal Intubationen also Beatmungssituation.
00:38:52: Jetzt sehe ich wie du dort am kämpfen bist und das öffnet die Augen einerseits dass wenn das geklärt ist, die Kinder eigentlich immer einen zweiten Anlauf nehmen und zu sagen so erzeugte noch mal wie ich das gerne gehabt hätte.
00:39:08: Also zum Beispiel gerade bei dieser Gestalt der Geburtsthemen.
00:39:12: dann holen die Kinder meist eine nächste Sitzung Dann schwung und dann kommen sie in ihre Kraft Und dann gehen Sie in Ihre Selbstwirksamkeit und dann bewegen sie sich außer im Körper so wie sie sich gerne hätten bewegen wollen.
00:39:24: und Wenn dann die Eltern von uns begleitet werden von den EH-Begleitern in einer guten Ressource verbleiben.
00:39:32: Dann machen die Kinder jetzt diese im Körper stehende, bestehende, man könnte sagen biologische ähm diesen toten biologischen ähneren Plan zu Ende.
00:39:43: dieser Gestalt wird abgeschlossen.
00:39:44: So nach dem Motto den schieben sie auf einmal um Kommune Kraft und Wein vielleicht sogar dabei Und dann gibt es ein zwei Schubser.
00:39:52: und das ist wirklich so als wenn diese ganze Austreibungsdynamik nochmal auf dem Körper der Eltern noch mal ein Stück wiederholt wird Und dann gibt es eine Entspannungsrechtsung.
00:40:01: Dann fahren die Kinder runter und dann gibts das Boning, was alle sich so wünscht hätten kann jetzt passieren.
00:40:07: Das Kind kann jetzt ein bisschen sich entlasten.
00:40:09: Und zeitgleich trifft er jetzt auf den Gegenüber – und das ist jetzt so wichtig!
00:40:13: Dass die Eltern am Start sind, dass sie höher und fühlbereit sind.
00:40:17: Weil wenn die hier total vorgelegt sind von Sinnen, dann wäre auch nicht viel gewonnen.
00:40:22: Dann hat das Kind das zwar gemacht aber danach... kommt es vielleicht wieder zu den Eltern und die sind so in Sorge.
00:40:29: Und so wollen das ganz schnell wieder alles ruhig und gut machen, da brauchen sie Betreuung und merken pass auf dann Baby weint ist jetzt vielleicht ein Moment ab.
00:40:37: Das dauert oft ganz wenige Minuten und die Eltern wenn die in Sicht zu sich geführt werden und auch viele Frauen die dann wieder begleiten Sie kommen super an ihre Traurigkeit und die eigene Emotionen, sodass beide für den Moment sich so ein Stück ihrer Emotion noch teilen.
00:40:55: Und dann kommt der friedliche Teil.
00:40:58: Und da beginnt eigentlich das Gute, die Verbindung auf
00:41:00: Verknüpfung.".
00:41:05: Du hast übersetzt, was eigentlich passiert ist unter der Geburt.
00:41:09: Dann erkennt man als Mutter auch so wie ... Wir hatten da ein gemeinsames Schicksal.
00:41:12: Wir haben beide eine schwierige Situation erlebt und jetzt gibt es das erste Mal eine ganz tiefe innige echte Verbindung mit uns.
00:41:20: So wir als Partner haben das zusammen erlebt.
00:41:22: Und jetzt können wir's sozusagen auflösen.
00:41:24: Das ist ein wunderschöner Moment.
00:41:28: dann bei dir?
00:41:29: Ein heiliger Moment eigentlich!
00:41:31: Denn wirklich die Eltern natürlich die oft ja auch schon Erste und Zweite Kinder hatten.
00:41:36: Und es ist ein Dritten, Nicht-Hatten.
00:41:39: Die kennen das ja, sie sagen, dass hatte ich mit meinen beiden anderen Kindern aber jetzt eben nicht!
00:41:44: Ich weiß wie sich das anfühlt, wie's sein müsste... Das gibt's ja auch, wenn Sie alles erst gebären.
00:41:49: Manchmal wissen die das aus dem Körper, dass da so eine Art Zauber sonst da war.
00:41:54: Und das Herz geht so auf und berührt also tief.
00:41:58: Und dann einmal sehen die manche Eltern, nee, das ist hier nicht passiert.
00:42:02: Also ich versuch gehabt wollte?
00:42:03: Ich war so mitgenommen, ich konnte mich nicht mehr aufmachen.
00:42:06: Ich war froh, dass es vorbei war und mein Kind lebte.
00:42:09: Das war auch gut.
00:42:10: Danach war mir alles egal.
00:42:12: Und dann haben die natürlich ganz oft nach solchen überfordernden, manchmal überwältigenden Erfahrungen auch richtig große Schuldgefühle, dass sie so wenig empathisch reagieren konnten.
00:42:23: Diese öffnende Erfahrung ging dann irgendwie nicht.
00:42:26: Die Wissen hätte das ja aber sein sollen.
00:42:30: Bindungsexperte heute, die Leute.
00:42:33: Also das kommt dann auch noch... Das neue Wissen macht dann auch so ein sekundäre Schuldgefühl, also dass es um einmal und zweit ist.
00:42:40: Gibt es denn?
00:42:41: Genau!
00:42:42: Also klar, die Geburt ist das Ereignis, das größte erstmal im Leben eines Babys in dem Leben von vielen Eltern.
00:42:52: aber wenn ich jetzt sage, ich hatte eine Bilderbuchgeburt Das hatte ich nicht, aber ich sage jetzt mal gibt ja bestimmt auch Eltern bei denen die Geburt kein Thema war und die trotzdem die Themen haben dass sie mit ihrem Kind nicht in Verbindung kommen.
00:43:09: Ich fand gerade ganz spannend das du gesagt hast.
00:43:11: es kann auch in der Schwangerschaft schon was gewesen sein.
00:43:15: da habe ich nämlich bei mir ein bisschen den Verdacht ich hab in meiner allerersten Schwangersschaft Null auf mich geachtet.
00:43:21: Ich dachte, ich mache mein Leben genau so weiter!
00:43:25: Ich habe einen sehr stressigen Job.
00:43:28: Ich bin Journalistin und der Ukrainekrieg ist ausgebrochen kurz bevor ich im Mutterschutz gegangen bin.
00:43:34: Ich habe keine Mittagspausen machen können wir haben Sondersendungen noch unten nöcher geschoben Und ich dachte auch ja, ich kriege das alles so gewuppt und so.
00:43:43: Ich glaube nach hinein... dass mein Kind sehr viel Stress abbekommen hat in der Schwangerschaft.
00:43:49: Wenn man aber das nicht hat, wenn man so gar keine Idee hat wo das her kommen könnte... Was kann es dann sein?
00:44:01: Weißt du, kann auch einfach Die Biografie der Eltern, Sachen die sie erfahren haben können die einer guten Bindung und Verbindung in den ersten Wochen auch einfach im Weg stehen.
00:44:13: Also ich würde es gerne nochmal anders umdrehen weil jetzt sind wir so ein bisschen auf der Ursachen Suche und diese quasi was ist das Urtrauma?
00:44:20: Ich halte davon ehrlich gesagt ganz ganz wenig weil was eigentlich viel wichtiger ist dass wir mit den Eltern und das werde ich mit dir auch gemacht wenn du bekommen wärst ist eigentlich erstmal anzufangen in der Hier-und-Jetztsituation.
00:44:35: Wo, an welcher Stelle?
00:44:36: Christukalte Füße!
00:44:38: Wo beginnt Deine
00:44:39: Ratlosigkeit?!
00:44:40: Wie wird die Luft dünn für Dich?
00:44:43: Also im Alltagsgeschehen und da ist erstmal gar nicht wichtig ob das Geburt, Schwangerschaft oder was auch immer.
00:44:48: Es ist alles Sekundär und Herz hier.
00:44:50: Viel wichtiger ist... Wo?
00:44:53: an welcher Stelle verliere ich meine natürliche Kompetenz der Begleitungsfähigkeit meines Kindes, weil das mir plötzlich nicht mehr gut geht.
00:45:02: Und oft ist es dann bei vielen Eltern entweder, also es geht jetzt mehr in die emotionale Richtung Angst und Verzweiflung und Not so dass die eine Seite.
00:45:10: Aber es sind noch immer mehr Eltern, die eigentlich mehr in die Ratlosigkeit gehen.
00:45:13: Orientierungslosigkeit, die mehr im Kopf sozusagen in der Suche bewegen sind.
00:45:17: Die haben gar nicht so starke schlimme Ängste.
00:45:19: Die sind einfach in so einer dauernden Bewegung und das ist ständig in einer inneren Besuchbewegung.
00:45:27: Und erst mal ist ja ... Das hilft den Eltern auch gar nichts wenn ich denen sage von außen.
00:45:32: Pass mal auf, dass könnte diese oder diese Liste sein.
00:45:34: Es war ein erster Superspekulativ.
00:45:37: aber Wenn ich mit den Eltern in den Raum eröffne, in so einem Beobachtungsraum und wir gehen zusammen... ...in eine öffnende Bewegung zum Beispiel mit dem Kind.
00:45:47: Wir helfen der Mutters vielleicht selber erst mal einen nahen Moment zuzulassen dieses nähernde und das Verlangsamene im Kontakt mit dem kind zu tolerieren Und nichts machen zu müssen vor allem nichts tun zu müssen die quasi aus diesem Korridor rauszuholen dieser Überbeschleunigung, an der sie sind.
00:46:06: Dann ist das nicht immer so spektakulär wie wir es gerade beschrieben haben.
00:46:09: Oft ist es erstmal beginnen quasi Fenster aufzugehen wo vegetativ also das Nervensystem quasi umschaltet in einen Kontaktmodus und das lernen die Eltern so.
00:46:20: ah so fühlt sich das dann.
00:46:21: ah das ist ja super.
00:46:22: muss ich da nichts machen?
00:46:23: Nein du musst nix machen man kann es einfach nur so mal jetzt aufnehmen wie tanken und baden in diesem Zustand.
00:46:30: Das heißt, diese Beruhigung und diese Öffnungserfahrung und diese Kontaktmomente hier und jetzt ist in unserer Arbeit mindestens so wichtig wie die emotionale high-end Begleitung, die ich gerade beschrieben habe.
00:46:43: Es gibt quasi eine ganz leise Bearbeitungen von Stress und Belastung.
00:46:48: Und es gibt eine relativ laute Form.
00:46:50: Und beide haben ihre Berechtigung.
00:46:52: Und deswegen ist mir das so wichtig wäre schulen die Eltern da drin mit ganz vielen kleinen Modellen, dass sie lernen.
00:47:02: diese beginnenden Verunsicherung und das sind nicht immer die ganz großen Gefühle sondern eher so ganz diskrete Gefühlen wo ich in einen Zweifel komme.
00:47:11: Wo ich anfange um mir kritische Stimmen laut werden, wo ich immer mehr in einem Grundzweifeln im Betrag.
00:47:19: Ich kann das nicht oder so Und die sind eher sehr krä, sie sind so ganz fein.
00:47:25: Die riechen ja sozusagen in jede Zelle rein und das macht's sozusagen, es nimmt dir total das Vertrauen dass du das hinkriegen könntest.
00:47:35: Da brauchst du so ein Body an deiner Seite, jemand der diese Co-Regulation mit übernimmt, er sagt dann auch wir machen das mal zusammen.
00:47:42: Wir gucken, guck mal was hier nicht schlimm ist.
00:47:44: Jetzt guckt mal, dein Kind guckt dich an, es weint ein bisschen.
00:47:47: Das darf ruhig weinen, das ist nicht schlimm!
00:47:49: Du bleibst mal da und ich zeig dir immer was du machen soll.
00:47:52: Bleib mal mit deiner Aufmerksamkeit jetzt bei deiner Bauchoberfläche und spüre einfach nur, wie du jedes Mal diese Verbindung hältst darüber quasi kommunizierst mit deinem Kind gar nicht mit den Worten sondern jetzt über einen anderen Kanal.
00:48:06: Passt ein bisschen wie in der Schwangerschaft so.
00:48:07: dann krieg ich so ganz kleine Vehikel so kleine Brücken mit dem sie ihre Aufmerksamkeit neu steuern und auf einmal merken die, wo wir nicht dauernd grübeln.
00:48:16: Dann geht das ja dann kann ich ja ganz gut da sein.
00:48:19: Und dann sagen die jetzt kann ich das auch viel besser aushalten, dass es mal weint.
00:48:22: Das ist gar nicht so schlimm.
00:48:23: So pirschen wir uns ein bisschen an die Intensität der Gefühle ran und deswegen isst es so ein intensiver Lernprozess für viele Eltern sich in schwierigen momenten weiter im blick zu behalten, was sie bei uns eigentlich lernen ist eine liebevolle selbstbefürsorgung.
00:48:40: In schwierigsten momenten also nichts nach dem motto wir müssen das trauma suchen, wir müssen es ausbuddeln und freischaufen wenn das alles safe das ist totaler quatscht.
00:48:50: deswegen stimmt es letztlich auch dass wir sagen ja Es ist nicht alles trauma aus der praxis.
00:48:57: nur ich arbeite jetzt über fünf dreißig jahren im feld.
00:49:00: Das ist wirklich eine Simplifizierung, ein schönes Modell.
00:49:04: Ja?
00:49:04: Schöne Idee!
00:49:04: Du bist einmal zur Schwangerschaft und du musst einmal da durch und dann ist alles gut.
00:49:09: Nein!
00:49:10: Beziehungsarbeit ist das.
00:49:11: D.h.,
00:49:12: die Eltern müssen lernen.
00:49:13: okay wie lerne ich das kennen?
00:49:15: oder mich kennen vor allen Dingen.
00:49:16: Wie bleibe ich mir treuig?
00:49:18: verzeihe ich mir wenn ich das merke ich komme nicht weiter umarme ich mich trotzdem wenn es mal nicht gleich klappt.
00:49:23: wo schicke ich mich in die Wüste?
00:49:25: ja also dieser Teil wo wir mit den Eltern sozusagen dieses, man könnte sagen wie ein Genetzwerk flechten.
00:49:34: Dass immer haltefähiger wird das ist genauso bedeutungsvoll wie diese einmaligen Momente, wo die Kinder... Das sind es immer schön in den Videos!
00:49:41: Das sieht immer so toll aus und durch und dann ist alles Happy End und alles gut.
00:49:45: Das ist eine Art Monokausale Idee dass das quasi ein Ding ist, Schocktrauma gelöse und dann alles okay, das gibt's natürlich aber die viel größere Gruppe ist Und ich glaube, dass beschreibst du ja selber aus deiner eigenen Betroffenheit Jana.
00:50:00: Wie du das vielleicht kennst?
00:50:01: Das ist eben so simpel und einfach nicht.
00:50:04: Sondern da ist eine ganz... Es ist so ein Art unsicherernder Boden auf dem ich dann alles wangt.
00:50:10: Ich kenne ihn nicht mehr aus und was ich höre, ist in meiner Arbeit da eigentlich total aufgestellt.
00:50:16: Da weiß ich alles, was ich machen soll und da gibt es einen A oder B Und auf einmal machst du das gleiche mit deinem Kind und da ist nichts mehr mit A und B. Du weißt, es klappt mit dem B nicht mehr!
00:50:25: Da kommt nicht das raus, was ich denke... ...und das machst du dreimal und viermal und am Schluss weißt du, kennst dich nicht mehr aus.
00:50:31: Du bist wirklich an so einer Stelle wo alles nur ein rieses Fragezeichen da ist.
00:50:36: Das, was dann natürlich passiert ist, dass die ganz vielen gelingenden Momente.. ..und auch die ganzen Kompetenzen des Kindes und der Eltern überhaupt nicht mehr gesehen werden.
00:50:47: Also dieser Blick wird enger, enger.
00:50:50: Und das ganze Kompetenz-Spektrum der Kinder, was die uns zeigen am Blickkontakt an regulatorischer Fähigkeit gerät aus dem Blick so ein bisschen.
00:50:59: Deswegen sind wir auch ein bisschen anwält der Eltern des Gelingen.
00:51:03: Also wir bringen das wieder an Start, was eigentlich in diesen Videos und wenn wir Videoaufnahmen machen, wenn wir Babybeobachtung machen mit den Eltern zusammen auf einmal wieder das im Blick zu holen, hey gucken wir mal was den Kind alles kann!
00:51:16: Und wie gut es sich an vielen Stellen mitteilt und wie klar dein kind ist ja.
00:51:22: Und wir gehen immer noch von hause bei der hundesschule da kann man das lernen ein zwei drei vier so laufen und dann darf ich es selbstverständlich so zu machen, und bei Eltern ist es eigentlich gar nicht viel anders dass sie lernen müssen die Zeichen des Kindes nicht mehr im Sinne von Das heißt das sondern das ist ein Hinweis auf eine bestimmte Grundverfassung in der mein Kind ist wo jetzt ist es grün jetzt ist grün gelb jetzt wird's dunkelgelb, jetzt ist gelb rot.
00:51:53: Das braucht es immer ein bisschen was anderes.
00:51:55: das wäre gut wenn die Eltern das lernen.
00:51:57: und zeitgleichs muss ich aber die gleiche Frage der Ampelsfunktion auch bei mir machen.
00:52:01: also bin ich jetzt schon in einer dünnen Luft und ich bin schon kurz beim Brauch eines Saarstoffgerät weil ich kaum noch kann.
00:52:11: dann brauche vielleicht jemand an meiner Seite da schaue ich nicht mehr lange Und wenn ich vielleicht nur ein Geld bin, dann reicht eine Bauchatmung in die ich mich wieder anschließen lässt und ich baue einen Entspannungsreislauf auf der mein Kind ansteckt.
00:52:23: So das kann man den Eltern zeigen, das tun wir auch.
00:52:26: Das kriegen die kleinen Übungen an die Hand wie sie das machen können.
00:52:29: aber es gibt Bereiche da brauchst du jemand anders der im Prinzip Ja, letztlich auch dir eine Führung und Anleitung gibt's wie du aus der Reihen noch wieder rauskommst.
00:52:40: Ich bin so froh dass du jetzt nochmal den Fokus legst auf es geht um eine hier und jetzt Arbeit das geht um Körperarbeit Es geht um Beziehung Und Das hatten wir ja auch schon öfter dass der Griff Trauma sowieso irgendwie völlig eskaliert ist irgendwo hin in den letzten zwanzig Jahren habe ich das Gefühl?
00:52:54: Ich glaube bei dem was Thomas sagt ich glaube Bei mir war Ein Problem und ich kann mir vorstellen bei ganz vielen Eltern heutzutage ist ein problem.
00:53:05: Ich hab vielleicht mehr aufs Handy geguckt als auf mich und als auf mein Kind.
00:53:09: Weißt du?
00:53:10: Also ich bin ganz schnell damit gewesen, okay wir sind jetzt in Monat drei und das schreit ganz viel.
00:53:17: dann google ich was können die Gründe dafür sein?
00:53:20: und ich war die ganze Zeit auf...ich wollte Erklärungen finden und ich glaube dass ist auch ein ein Zeichen unserer Zeit, also dass man irgendwie dann googelt und dann hat man eine Erklärung.
00:53:33: Und da denkt man ach das ist jetzt die Regression oder es ist jetzt dieses.
00:53:36: und dann denkt man aber das geht jetzt länger und dann findet man das nächste weshalb es auch gerade wieder schwierig ist.
00:53:46: und deswegen finde ich diesen Ansatz von dir Thomas so spannend weil ich sehr einen Kopfmensch bin.
00:53:54: Ich versuche, und das klappt ja im Erwachsenenleben.
00:53:56: Es klappt eigentlich auch super Dinge mit dem Kopf zu lösen.
00:54:02: Nur wenn wir dann unser Baby vor uns haben, sind auf einmal ganz andere Sachen gefragt.
00:54:08: Und da umzuschalten... Ja, von irgendwo geschult werden?
00:54:11: Genau!
00:54:11: Da umzuscheiden ist wirklich schwer.
00:54:12: Wenn man jetzt voll ausgebildet in unserer erwachsenen Welt und plötzlich will dieses Wesen etwas völlig anderes von dir und du weißt gar nicht welcher Ebene du da jetzt agieren sollst, dass es einfach ... Hast du es schön beschrieben, finde ich?
00:54:24: Ja, vielleicht ist dieser Kanal, den du jetzt beschreibst da.
00:54:28: Es gibt so mehrere Kanäle auf denen wir kommunizieren.
00:54:31: und diese kognitive informelle Kanal das ist eine DSL-Verbindung also ein Glasfaserverbindung die ist halt super schnell und das ist so das Eine und da werden bestimmte Informationen auch hin und her geschickt.
00:54:46: und dieser kognitiven Kanal der ist natürlich um Außenorientierung also um zum Beispiel objekthafte Einschätzung z.B.
00:54:55: Kindes zu haben.
00:54:57: was heißt x y was kann das bedeuten?
00:54:59: zum beispiel ja dass wir die digitale welt von außen betrachtet auch rückmelden.
00:55:06: aber um die Verbundenheit, also ein Gefühl von einem Erleben von tragfähiger Verbindung aufzubauen brauchen wir diesen ganz langsam Kanal.
00:55:14: Der ist quasi eine Antithese zu diesem Hirnkanal.
00:55:18: Das heißt es ist so einer ganz wissere und vegetativer Kanal der so langsam, der ist atmen, der sehr stark in meinem Körper, da komme ich so ein bisschen an, dann werde ich so etwas ruhiger trossig.
00:55:32: Da bin ich übrigens ein anderer Raum.
00:55:36: Ich glaube, wir haben tatsächlich vergleichsweise wenige Erfahrungsräume unserer Welt wo das Platz hat.
00:55:43: Also wir haben Leben natürlich und da kommen wieder zu digitalen Welten in einer Hochgeschwindigkeitswelt.
00:55:48: Und die ist so...und wir sind glaub ich...woraus den Nummern filmen aus dem fünftiger, sechste Jahr jahren angucken dabei ist dann siehst du wie laden das damals war.
00:55:54: also was?
00:55:55: Wie langsam es war und das war ja auch schon verdichtet was die da gezeigt haben.
00:55:59: aber verglichen Guckt den Fußballspiel aus den Sechzehrjahren an, guckt den Spielfilmen an.
00:56:04: Die Schnitte
00:56:05: wie wir sie machen heutzutage?
00:56:09: Unsere Tempo ist so reizarm da passiert gar nichts.
00:56:13: Das heißt unsere Welt hat auch eine Art Betriebstempo und Beschleunigung eingenommen dieses E-Ment.
00:56:24: Es gibt keine modernen Babys.
00:56:26: Wir sind zwar eine moderne Welt, aber es gibt keine modernen Babys!
00:56:29: Also sie sind quasi diese Dynamik nicht mitgegangen weil auf der Ebene der Regulatoren bewegt sich das Kind immer noch so wie vor hunderttausend Jahren.
00:56:39: Genauso langsam als vorher und es braucht... eine relativ hohe Verlangsammlung empfällt, um verstanden und gehört zu werden.
00:56:48: Verstanden ist eigentlich falsche Wort.
00:56:49: gefühlt, gespürt, erfasst zu werden, begriffen zu werden ist vielleicht bessere Wort.
00:56:55: Und das ist glaube ich ne Logik, ich nenne es mal die Körper- und Herzintelligenz, die wir da brauchen eigentlich.
00:57:04: Da ist unser Kopf zwar wichtig als Begleitinstrument aber der analytische Verstand
00:57:16: Das finde ich so schwer zu verstehen, weil man als Erwachsener das Gefühl hat dadurch habe ich das im Griff und wie oft mir sozusagen schon im ersten Satz die Diagnose mitgeliefert wird.
00:57:27: Und dann finde ich es total interessant, dass man dadurch eine Distanz zu dem Kind aufbaut.
00:57:30: Man hat so eine Diagnose und dann hat man als Erwachsene das Gefühl ... Ich hab's verstanden!
00:57:37: Ich weiß was hier los ist.
00:57:38: Dass das ein Trugschluss ist und ich die Ebene wechseln muss wie Thomas sagt, find ich immer noch mal einen Riesen-Aha-Effekt für alle jetzt hier hoffe ich heute.
00:57:48: Das ist die Etikette vielleicht?
00:57:50: Man könnte sagen da ist sozusagen jetzt ein Name, das gibt mir auch ein Tier.
00:57:54: Das hilft auch viel, Netter.
00:57:56: Du hast ein Kollege-Kinder, heißt es früher vielleicht mehr?
00:57:58: Heute heißt es Trauma oder Sardines... Also das sind so im Prinzip moderne Begriffe die wir jetzt haben andere Begriffen aber es erinnert nichts an der Tatsache wenn du weißt du hast einen Honey-Neep Baby Hillhelsen tut dir das kein Stück weil du bist erstmal damit beschäftigt.
00:58:17: du hast jetzt ein Kind das hat Namen mit seiner Problematik oder seine Auffälligkeit Aber du musst es ja weiter begleiten.
00:58:23: Du musst sie auch weiter in irgendeiner Weise durch den Tag bringen und auch weiterhin verstehen.
00:58:28: Also es bringt dich vielleicht ein bisschen mehr Gelassenheit, aber das ist noch keine Kernkompetenz, nur weil ich das weiß.
00:58:37: Und da war jetzt glaube ich die große Frage sehr um wie schaffe ich das jetzt in diesen anderen State zu kommen?
00:58:43: Das ist ja ganz groß.
00:58:45: oder deswegen brauchen wir eine Art Education der Eltern.
00:58:49: Das ist nicht ein Om und meditativen Zustand, so dauermeditativ dazu sitzen.
00:58:54: Sondern mit relativ einfachen Zugängen sehr praktikablen Zugängen.
00:58:59: Das versuchen wir in der EH auch die Betroffenen in einen Empfängnis und eine Bereitschaft zu bringen wo sie überhaupt erst mal erkennen.
00:59:09: ah das ist der Zustand der für mich gut ist?
00:59:12: Und er war gleichzeitig schon mein Kind gut.
00:59:14: Ah so fühlt sich das an!
00:59:15: Ah ja ok, ich sehe hier auch.
00:59:17: Stimmt dass... Wird dir ein bisschen ruhiger, oder?
00:59:19: Guck mich jetzt an.
00:59:21: Merke ich jetzt!
00:59:22: Ah und das fühlt sich aber auch mir gut an.
00:59:23: Ah mein Bauch wird ganz warm.
00:59:25: Oh ja stimmt.
00:59:26: Ich mache gerade gar nichts und meinen Kopf ist auch ein bisschen leer.
00:59:29: Fühlt sich ein bisschen dösig an.
00:59:30: Aber es ist auch gar nicht so schlecht.
00:59:32: Also es ist sowas wie dieser Zustand für die meisten jungen Eltern den zu entdecken und kennenlernen und denen auf Wert zu schätzen ist erstmal... Richtig eine kleine Entdeckungsreise.
00:59:45: Und das ist das Wander, wenn ich das entdecke, merke ich auf einmal, dass auch eine Ressource die... Du hast es gerade so schön beschrieben?
00:59:52: Ja!
00:59:52: Ich bin jetzt auf diese Beholzspur, kenn' hier auch von mir, da bin ich so ein hundertstens drei Stundenkilometer und dann bin ich natürlich in so einem Betriebstempo.
01:00:01: Das is zwar toll um Multitasking zu machen und tausend Sachen auf den Schäden zu bestellen aber wenn ich mit der Energie in einen Kontakt gehe Auch in der Babytherapie, dann geht gar nichts.
01:00:16: Also das sagt sofort Stopp!
01:00:18: Ende!
01:00:19: Du bist echt tausendmal zu schnell für mich.
01:00:22: Wenn dich jemanden schuppst die ganze Zeit, so fühlt sich es an oder wenn ich so in eine Therapiesitzung reingehe mit Erwachsenen, da baut sich nichts auf und kein Geschehen auf.
01:00:33: Das ist glaube ich das was wir eigentlich in unserer Arbeit machen ist unser ältestes Gehirn also unsere Anteilungs-Nervensystems und die neuesten Anteile aber zu nutzen, um uns frei zu schalten auf diesem einen Kanal.
01:00:48: Also wir müssen alle lernen, auf welchen Betriebskanal müssen wir sein?
01:00:52: Vielleicht wenn ich in der Hältungsschule bin oder will ich einfach ganz viele Fakten haben, da will ich den Gehirnkanal haben.
01:00:57: Da will ich Neuronal- und Kognitiv abgeholt werden.
01:01:01: Und dann will ich auch nicht langsam... Da kann ich auch internet- und digitale Wortregel super!
01:01:07: Aber um Beziehungsarbeit zu machen Körperregulatory zu lernen für mich und auch im Kontakt mit meinem Kind.
01:01:15: Da muss ich anders angesprochen, das muss ich auch anders erlernen.
01:01:18: Und da brauchen wir neben der digitalen Welt glaube ich auch eine analoge Welt die uns dort ran führt und deswegen sind komplementäre Bewegungen also dass ist so.
01:01:30: Deswegen ist es kein.
01:01:31: Wir müssen jetzt zurück zu Steinzeitmenschen und wir müssen Nein, wir dürfen durchaus modern sein aber wir müssen dieses alte Erbe Das müssen wir sozusagen mitnehmen in diese moderne Welt und wissen, wann müssen wir mal langsam werden?
01:01:47: Und schaffe ich von einem einen Kanal einander umzuschalten.
01:01:50: Ich mag super gerne auch schnell und kognitiv und ich mag gerne lesen und diskutieren aber die Beziehungsaufbomber meiner Frau ist das nicht so toll also der präufe.
01:02:01: Gibt es aus deiner Sicht denn einen Zusammenhang?
01:02:05: Ich hatte oft das Gefühl, wenn ich dann von den besagten Hundertfünfzig kmh mal einen Moment runter gehe und mich dann weiß ich nicht auf die Couch hinsetzen und denke okay jetzt fahre ich mal kurz runter.
01:02:22: Dann konnte ich eigentlich zählen einundzwanzig zweiundzwannzig und mein Kind ist hochgefahren und es hat mit Quengeln wieder angefangen!
01:02:29: Und es ist so oft passiert dass Ich dachte, das kann kein Zufall sein und ich glaube es kennen viele Eltern.
01:02:36: Dass ich mich als Mama mal kurz entspanne und in dem Moment wird mein Kind macht sich auf jeden Fall bemerkbar.
01:02:43: Gibt's da einen Zusammenhang aus deiner Sicht?
01:02:47: Ja, das ist eigentlich sehr logisch.
01:02:49: Also das passiert in gewisser Weise abends in den abendlichen Schreistunden ganz ähnlicherweise.
01:02:55: Das passiert bei jeder Pause die ich mache wenn ich immer an der Stadt unterwegs bin und mich mal zum Kaffee trinken insetze.
01:03:01: Das entsteht auch sehr oft bei jeder Stillpause die Ich mache.
01:03:04: Wenn das Kind eine gewisse Anspannungs- und Stresslast in sich trägt müssen wir uns auf vorstellen da ist ein Teil des Das Nervensystem.
01:03:14: ist das für diese Grundregulation, diese Grundsteuerung zuständig.
01:03:17: Hier ist es dieser Stressass, der ist dann sehr am Start.
01:03:20: Man könnte sagen wie ein gespanntes Band.
01:03:22: Es ist ein bisschen wie ein Gummiband, dass unter hoher Spannung steht und man muss sich das so vorstellen wenn das normal flexibel ist, dann würde dieses Band in der Entspannungsphase weich werden und das würde so durchhängen Das Band aber sehr gespannt ist und es gibt jetzt quasi einen körperlichen Innenimpuls zum Beispiel.
01:03:42: oder von außen gibts eine Entspannungsbewegung, Beruhigungsbewegeung.
01:03:46: Die legst sich auf die Couch oder fährst runter und entspanns mal.
01:03:49: Dann gibts ja vom psychosozialen Feld, gibts quasi ein Impuls für das Kind wie so ein Signal.
01:03:54: Jetzt schauen wir mal runter.
01:03:56: So jetzt will dieses System runterfahren.
01:03:58: Dieses Gummiband gibt's ein bisschen nach und das ist quasi wie so.
01:04:02: in kurzem Moment geht das Kind auch mit Entspannungsbewegung, diese parasympathische Bewegung der Vagus wird sozusagen aktiv.
01:04:11: So geht das Gummiband nach unten aber weil da so viel Spannung drauf ist flippt das quasi.
01:04:15: sozusagen kann man sich es vorstellen wie in die andere Richtung zurück.
01:04:19: Da heißt es eigentlich eine Accounter-Bewegung weil das System von diesem Sympathikodon funktioniert nicht auf diesen Vargusfunktionen umschalten kann.
01:04:30: Das heißt normalerweise würde das Kind im besten Falle von Aktivität Mama wird ruhig, kommt runter.
01:04:37: Die atmet ruhig und die kommt mehr in den Körper, macht jetzt auch mal eine innere C-Esterpause, rutscht das so mit in diese Bewegung rein.
01:04:46: Wenn der Tonus aber insgesamt auf Betriebstemperatur sehr hoch ist, ist jede kleine Welle in dieser Entspannung potenziell wie so ne Art ... Man kann sagen, Paradoxe-Angriffe auf das Kind.
01:04:59: Das ist jetzt so ein Spender, da kann ich überhaupt nicht anfangen!
01:05:02: Das macht es sogar verstörend für viele Kinder, dass sie quasi in diesem Tonus jetzt sozusagen nachgeben müssten.
01:05:09: Macht sogar eine Art Gefühl... Ich falle so in ein leeres Loch.
01:05:12: Da ist diese immerwährende Stimulation nicht da und dann kommen die kleinen Moments zwar mit in die Entspannung und können die das wenig mehr aushalten und tolerieren.
01:05:23: Vielleicht, dass Kind sowieso eigentlich innen drin so eine Art innere Tendenz hat sich vielleicht zum Mitteilen zu wollen.
01:05:31: Da sind viele ungeweite Tränen im Kind und das ist viel Ausdruck, sag ich mal.
01:05:36: Dann kommen die sozusagen mit der zweiten Welle sozusagen auch richtig an Start und dann werden sie richtig aufgeregt um weinen und dann geht ja ganze Zauber wieder von vorne los.
01:05:45: Und da es oft wenn wir den Eltern jetzt zeigen, heißt er auch Ja, dein Kind geht jetzt raus aber jetzt machen wir was was dich sozusagen so unterstützt, das Füße am Boden bleiben und dass du deine Aufmerksamkeiten mit unserer Hilfe wie in deinem Körper bewahrst.
01:06:04: Du bleibst quasi ein fühlbares empfängliches Gegenüber.
01:06:07: Das ist ja das, was wir diese Leuchtturmfunktion nennen.
01:06:10: Wir sind bisschen so, wir sorgen dafür, dass der Leuchtum weiter Licht hat.
01:06:14: Na?
01:06:15: Ich bin sehr klar oder auf dem Meer schlecht wetter.
01:06:19: Das Wetter kannst du nicht ändern!
01:06:20: Da sind die Gefühle Aber du kannst dafür sorgen, dass du einen Orientierungspunkt hast.
01:06:24: Du weißt, wo die Lammmann sind und wenn da draußen auf mehr fünf Kilometer entfernt etwas blinkt dann weißt du, da geht es lang.
01:06:32: Und das ist exakt das was wir auch mit diesen Eltern aufmachen.
01:06:37: Wir schließen sie wieder an diese innere Verfassung an.
01:06:41: Wir geben in einerseits ein Orientierungssystem.
01:06:43: Da musst du achten, dass so die Verbindung hält.
01:06:45: Zweitens helfe ich dir, damit du da bleibst.
01:06:48: Dadurch baut sich eine Art Sicherheitserleben in denen auf.
01:06:51: Dadurch bleiben sie, man könnte sagen so was wie ein Gewisser war, neutralisiert.
01:06:57: Das heißt, die nehmen sich das nicht alles zu Herzen.
01:07:00: und jetzt kann ich auch wenn das Kind nach diesem Flip mal in die Ausflugsbewegung geht, kann ich sozusagen so begleiten es gegenüber sein ohne in der Not des Kindes mit unterzugehen?
01:07:13: Und das nennen wir Differenzierung.
01:07:18: Deine Not sehe ich und das kann mit Trauma oder nicht zu tun haben völlig wurscht.
01:07:22: Mussten nichts mit Traumat zu tun ist noch heifereisen, Mama wollte nie dass ich weinne weil die wollte die sollte einfach happy sein.
01:07:29: jetzt aber man sage okay vielleicht musst du mal rein ist ok der mein zahl kann ja auch nicht abnehmen aber ich bin dabei Und du bist völlig okay, aber ich sorg dafür, dass du dir um mich keine Sorgen machen musst.
01:07:41: Ich bleib stabil da und da hilft mir jetzt so ein Typ wie Thomas oder in anderen Helfer.
01:07:47: Das krieg ich alleine vielleicht nicht hin weil jetzt zeichnet jemand mich das machen kann.
01:07:51: Und das ist eigentlich eine Art Hebammenfunktion die wir machen.
01:07:54: Wir helfen dir durch diese Wäden so durch, dass dann an Landen merkst Okay!
01:07:59: Ich merke ich können das und dadurch muss ich dich dauernd so einen Alarm treiben.
01:08:03: An dieser Stelle machen wir unseren Break.
01:08:05: Das war der erste Teil unseres Gesprächs mit Thomas Harms.
01:08:09: In zwei Wochen geht es dann ganz praktisch weiter.
01:08:12: Wir sprechen darüber wie Thomas als Experte auf Hilfsmittel, wie Schnuller weißes Rauschen oder Federwiegen blickt Woran Eltern erkennen können was ihr Baby wirklich braucht Was ihr im Alltag ganz konkret tun könnt um eurem Baby und auch euch selbst wieder mehr Ruhe zu schenken.
01:08:31: Und wir sprechen über einen Gedanken, über die Sorge und die Angst, die wohl alle Eltern von High-Need oder Schrei-Babys kennen.
01:08:39: Was wenn unser nächstes Kind wieder so wird?
01:08:43: Wir freuen uns, wenn ihr dann wieder dabei seid!
01:08:45: Und bis dahin würden wir uns sehr, sehr freuen, wenn Ihr diese wichtige Folge weiterleitet an Mamas und Pappas, denen sie helfen könnte – wenn ihr sie teilt Und wenn ihr uns eine gute Bewertung dalasst.
01:08:57: Bis dahin, wir hören uns
01:09:10: in
01:09:15: zwei Wochen wieder!
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