#60 Wie Elternschaft fairer wird – Gast-Special mit Jonas Kozi
Shownotes
In dieser Folge gibt es wieder ein besonderes Gast-Special: Papa, Ex-Kita-Leiter, Kinderbuchautor und Familien-Content-Creator Jonas Kozi ist zu Gast bei den Kinderdolmetschern.
Gemeinsam mit Journalistin und Mama Jana Altmann und Diplom-Kinderpsychologin Claudia Schwarzlmüller spricht er über moderne Vaterschaft, Elternzeit, Mental Load und die Frage, warum Familie auch heute noch oft ganz anders gelebt wird, als Paare es eigentlich geplant hatten.
Warum landen viele Familien nach der Geburt plötzlich in Rollenbildern, die sie vorher nie wollten Und was können Väter tun, um nicht nur körperlich, sondern auch emotional präsent zu sein?
Außerdem sprechen wir über ein Thema, das alle Familien früher oder später bewegt: die Kita-Eingewöhnung.
Jonas und Claudia sprechen mit ihrer geballten Kita-Expertise darüber: warum Eingewöhnungen so individuell sind was Kinder und deren Begleitpersonen in dieser Zeit wirklich brauchen weshalb Eltern oft unterschätzen, wie sehr ihre eigenen Gefühle die Situation beeinflussen
Für alle Mamas. Für alle Papas. Und besonders für alle Familien, die ihren eigenen Weg finden wollen. Viel Spaß bei dieser neuen Folge! Deine Kinderdolmetscher
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Transkript anzeigen
00:00:07: Der Podcast.
00:00:08: Ganz herzlich willkommen zu die Kinder-Dolmetscher!
00:00:12: Wir haben das große Glück, heute nicht nur zu zweit zu sein.
00:00:16: Obwohl es mit dir, Claudia?
00:00:17: Wenn wir so zur zweiten... Ich wollte grad
00:00:19: sagen, Jana!
00:00:19: Ich
00:00:20: weiß nicht
00:00:20: ob ich das jetzt... Genau.
00:00:21: Guck mal die ersten Sekunden schon verkackt.
00:00:23: Nein, aber wir haben wirklich ein großes Glück deshalb.
00:00:27: Ich freue mich sehr weil wir heute einen Gast haben, einen Papa zu Gast haben.
00:00:34: Es kommen auch immer wieder Nachrichten, die sich wünschen macht doch mal eine männliche Perspektive holt doch mal einen Vater in den Podcast Und voilà, hier ist er.
00:00:44: Von Herzen willkommen Jonas Kozzi!
00:00:47: Sehr
00:00:50: gut!
00:00:51: Ich
00:00:51: bin mich vielen Dank für die Einladung und dass ich heute als Papa Gast sein darf.
00:00:57: Wir freuen uns sehr!
00:00:58: Super!
00:00:59: Ja, wir freuen uns sehr.
00:01:00: Wir hätten gerne mehr Papas!
00:01:01: Hello!
00:01:03: Jonas du bist vielleicht für den einen oder anderen der uns zuhört die uns zu hört bekannt.
00:01:09: Du bist nämlich auch unter deinem Namen Jonas Cozzi auf Instagram zu finden und teilst da euren Familienalltag.
00:01:18: Papa warst Kita-Leiter und jetzt bist du zu Hause mit eurem beiden Kindern, mit den Töchtern.
00:01:26: Aber bevor ich das weitererzähle sag' du doch einmal für alle die dich noch nicht kennen wie ist euer Familienmodell?
00:01:33: Ja mache ich doch sehr gerne und erst mal danke für die lieben einleitenden Worte.
00:01:38: genau also Hallo!
00:01:39: Ich bin Jonas, dreidreißig Jahre jung oder alt je nachdem wie man es sehen mag Papa von zwei wundervollen Töchtern, drei und sechs Jahre alt jetzt gerade.
00:01:51: Und lebt mit meiner Familie im wunderschönen Ruhrgebiet.
00:01:55: Bin mittlerweile seit sechs Jahren Vollzeit Content Creator oder Influencer.
00:02:01: Das darf man sich gerne aussuchen.
00:02:03: Hab vorher als Erzieher gearbeitet, war Kita-Leiter und habe in der Zeit auch ein eigenes Kinderbuch geschrieben.
00:02:11: also bin auch noch Kinderbuchautor und mache aktuell auch noch eine Weiterbildung als Kita-Fachberater.
00:02:19: Genau, also ein großes Spektrum und Portfolio an Themen das ich so abdecke denn genau aus meinem Instagram Profil geht es natürlich sehr viel um unseren Familienalltag aber auch meine persönliche Reise.
00:02:33: Papa als Mann, kurz und knapp.
00:02:36: Super!
00:02:37: Das heißt bei allem was du gerade so aufgezählt hast, was du machst, was kannst, was willst, stehen Kinder im Fokus.
00:02:46: Du bist ein Vorreiter wenn man das so nennen darf für viele was moderne Vaterschaft angeht.
00:02:55: Was bedeutet moderne vaterschaft für dich?
00:02:58: Moderne Vaterschaft bedeutet für mich, sich mit den alten Rollenbildern und Denkweisen von denen wir alle extrem geprägt sind aus unserer eigenen Kindheit.
00:03:08: Aus gesellschaftlichen Aspekten diese ganzen einfach mal zu reflektieren wobei das einfach in Anführungsstreichen ist weil es gar nicht so einfach ist Weil wir alle doch extrem davon geprägzt sind Für mich der wichtigste Punkt in anführungsrecht moderner vaterschaft oder die vaterschaff wie ich sie meinen Kindern vorleben möchte oder da auch gerne Modell.
00:03:30: Für andere bin es auf einer ganz anderen Ebene emotional, für meine Kinder verfügbar zu sein als viele Väter der vorherigen Generationen wo ja doch immer noch recht klar war der Mann geht arbeiten bringt das Geld nach Hause und für vieles andere ist die Frau verantwortlich.
00:03:48: um gerade für die emotionale in Anführungsstrichen Arbeit am mit den Kindern waren dann doch eben häufig die Frauen zuständig.
00:03:57: Und das möchte ich auf jeden Fall ändern oder beziehungsweise habe ich geändert, denn das ist für mich ganz essentiell und
00:04:03: wichtig.".
00:04:04: Oha!
00:04:04: Das finde ich ja toll, dass du das sagst.
00:04:06: Vor allen Dingen finde ich es für Väter entlasten, die jetzt sagen, ich kann leider... Ich kann das nicht herstellen, dass ich jetzt Fulltime da bin aber ich kann emotional verfügbar sein.
00:04:14: Das find' ich ganz toll, Dass du da auch den Schwerpunkt legst super
00:04:17: Wie würdest Du sagen?
00:04:18: Wie gelingt das?
00:04:19: hat das für Dich bedeutet?
00:04:21: Du setzt dich einfach sehr viel mit Erziehung, mit Entwicklung.
00:04:26: Mit Gefühle begleiten auseinander vielleicht mehr als das... Ich will jetzt nicht die Schublade auf und wieder zu machen aber wir haben oft das Gefühl wenn man sich zum Beispiel anschaut wie unseren Podcast hört dann sind es vor allem Frauen.
00:04:41: Wir haben so zehn bis fünfzehn Prozent Männer.
00:04:44: ich habe mir sagen lassen dass ist schon viel.
00:04:46: sind wir auch ganz froh drüber und ganz stolz drauf auf die Pappers.
00:04:52: Trotzdem haben wir in einer Folge mal gefragt, was die Gründe sein können.
00:04:56: Warum uns vielleicht nicht so viele Väter hören?
00:04:59: Und wir haben ganz oft die Antwort bekommen von Mamas, die uns geschrieben haben.
00:05:03: Mein Mann denkt einfach er kann das oder er macht sich nicht so die Gedanken darum.
00:05:09: Ist es was du ... Schokolade auf!
00:05:12: Aber was du als Mann so vielleicht auch nachvollziehen kannst und dich bewusst entschieden hast einen anderen Weg zu gehen?
00:05:18: Oder wie war das bei dir?
00:05:20: Ja, kann ich auf jeden Fall zu Teilen bestätigen?
00:05:23: Denn das ist mir auch immer ganz wichtig zu sagen.
00:05:26: Die Verantwortung für die Kinder zu übernehmen ist bei den Männern.
00:05:32: Es ist nicht die Verantwortung der Frauen, die Männer in diese Rolle reinzudrängen und drücken.
00:05:38: Wer Verantwortung für seine Kinder, für seine eigenen Gefühle, für sein eigenes Handeln übernehmen möchte, muss das selber tun.
00:05:47: Das ist wie bei Kindern in intrinsischer, extrinsische Motivation.
00:05:51: die Motivations der Männer daran was zu ändern muss von ihnen eben oder von ihnen selber kommen.
00:05:59: Was dazu beiträgt sind natürlich so Podcasts wie euer wo einfach viele Themen besprochen werden.
00:06:04: zehn bis fünfzehn Prozent Männerquote.
00:06:06: herzlichen Glückwunsch dazu.
00:06:08: Habt ihr sogar eine bessere Männerquote als ich auf meinem Instagram-Account?
00:06:12: Die ist nämlich noch geringer.
00:06:16: Das eben vielleicht dazu und ich denke, dass leider viele Männer immer noch sehr geprägt eben aus ihrer eigenen Kindheit sind, aus dem eigenen Kind sein und wir alle noch mit Strukturen, Gesellschaft etc.
00:06:32: selbst zu kämpfen haben wo Die ganzen Kinder, Familien, Haushaltsthemen eben den Müttern übergestellt werden.
00:06:39: Die da automatisch für verantwortlich gemacht werden.
00:06:42: sobald die Frau schwanger ist oder das Kind da ist liegt die Verantwortung automatisch bei den Frauen.
00:06:47: Das wird gar nicht hinterfragt oder reflektiert und die Männer können, wenn sie denn wollen das Ganze dann irgendwie als add-on sag ich mal eben mit dazu nehmen.
00:06:56: Wenn nicht, dann ist es aber auch von vielen geduldet und einfach nicht schlimm.
00:06:59: Und ich glaube dass wir da ein ganz anderes verantwortungsbewusstsein gesamtgesellschaftlich ja entstehen lassen müssen.
00:07:07: Ich glaube da sind wir mittlerweile auf einem guten Weg einen extrem noch langen und steinigen Weg Aber wir alle zusammen haben die Chance das zu ändern.
00:07:16: Ja das stimmt!
00:07:17: Ich hatte neulich eine Freundin die irgendwie gesagt hat Sie ist in den Zweitausendern ins Krankenhaus gegangen zur Entbindung und kam irgendwie in den Neunzehntfünfzig wieder raus.
00:07:28: Das war so ihr Gefühl!
00:07:29: Das fand ich ganz schön zusammengefasst, dass sie sagte das glaubst du nicht, Claudia?
00:07:33: Was wir vorher besprochen haben wie wir genau klar gemacht haben wer übernimmt was... Wir waren immer Fifty-Fifty vorher Und jetzt mit Kind ist es plötzlich so Was ist geschehen?
00:07:44: Ich weiß es nicht.
00:07:45: Es ist automatisch so passiert und da finde ich noch mal wichtig, dass es so ein Automatismus im Endeffekt gibt und man da wirklich ein bisschen gegen andenken und arbeiten muss.
00:07:53: Weißt du das ist im Endeffen auch Arbeit.
00:07:56: Ja,
00:07:57: ich glaube der Vergleich der Trifftest tatsächlich in vielen Fällen ziemlich gut weil auf das ist was, was ich auch in meiner Arbeit häufig erlebe oder auch erlebt habe.
00:08:06: Dass eben ja Frauen auch sagen hey wir haben uns vorher die Gedanken gemacht und wir haben gesagt wir teilen das so und so auf jetzt auch unabhängig von Elternzeiten oder so sondern wir waren vorher irgendwie schon so dass wir auch den Haushalt und dem ganzen Land load einigermaßen gut geteilt haben.
00:08:23: Und ab dem Moment wo das Kind da ist Natürlich durch veränderte Rollen, weil primär immer noch die Frauen in Elternzeit gehen und dann eben auch mehr Zeit zu Hause sind.
00:08:32: Verschieben sich, glaube ich solche Dynamiken dann auch doch häufig leider ins Extreme.
00:08:37: Weil wenn vorher beide sage ich mal um sechzehn Uhr vom Feierabend nach Hause kam, dann war eben immer noch der gleiche Arbeit zu tun.
00:08:43: Und wenn aber jetzt die Frau den Tag Zuhause ist das Kind betreut da unfassbar viel leistet.
00:08:50: Das müssen wir einmal loben und wertschätzen wieviel Mütter in Elternzeit tagtäglich leisten, was einfach nicht gesehen wird.
00:08:58: Ja dann entsteht da vielleicht unterschwellig oft so ein Druck von ich muss ganz viel schaffen weil ich bin ja zu Hause also zum einen auf der frauenseite wovon man sich glaube ich nicht ganz frei machen kann und aber auch auf die anderen Seite von den männlichen Partnern.
00:09:12: dann in dem Fall Ich bin jetzt den ganzen Tag arbeiten und erwarte dass wenn ich nach hause kommt der Haushalt gemacht ist Und ich glaube, da ist es eben ganz wichtig gerade nach der Geburt in die Kommunikation zu gehen und solche Sachen eben ganz offen auf Augenhöhe anzusprechen.
00:09:30: Und das gemeinsam zu reflektieren weil sonst entsteht ein extremes Ungleichgewicht was sich dann über die nächsten Monate und Jahre Nur noch verschlimmert.
00:09:40: Und das macht die Beziehung nicht besser, ne?
00:09:42: Genau!
00:09:42: Ich fände es nur noch wichtig, dass wir noch einmal sagen, dass es schwierig ist für denjenigen der jetzt wirklich mehr außerhalb des Hauses ist zu verstehen was da eigentlich jetzt gerade los ist.
00:09:53: Also diese Änderung ist so gewaltig und ihr seid beide neu in dem Job sozusagen wenn's das erste Kind isst... ...und es ist total schwer zu verstehen für den jetzt klischemäßigen Papa, der mehr draußen ist Was ist da eigentlich los?
00:10:06: Das sieht von außen aus, dass man denkt, hey warum... was sind das jetzt für Aufgaben die da sind.
00:10:11: Da muss man wirklich viel, viel sprechen und viele reden.
00:10:14: Viele reden und Sichtbarkeit machen.
00:10:17: also zum einen Sichtbarkeit nach Außen aber auch Sichtbarkeiten in der dann entstandenen Kleinfamilie weil wie du jetzt gerade ganz schön gesagt hast Claudia Manche Dinge kann man sich halt einfach auch nicht vorstellen, wenn man nicht sie selber erlebt hat oder erfahren hat und wenn man dann eben nur von außen drauf blickt.
00:10:34: Denkt man sich, okay meine Partnerin ist jetzt zehn Stunden zu Hause mit dem Kind und das Kind schläft im besten Fall noch vier Jahre.
00:10:42: und ja also dieses ganze Thema Elternzeit wurde und wird ja immer noch sehr romantisiert und sehr rosarot dargestellt.
00:10:53: Von daher ist es, glaube ich tatsächlich echt gut das einfach mal sichtbar zu machen.
00:10:58: Ob man jetzt sich eine Liste aufschreibt was man so eigentlich mal am ganzen Tag macht wie viel Zeit vielleicht gewisse Dinge auch eben benötigen um da einfach auch den Partner mal ein Gefühl dafür zu geben dass es nicht nur eine Waschmaschine anmachen ist nicht nur Spülmaschinenknopf drücken sondern auch der ganz gedankliche Lenteload, der dahinter steckt.
00:11:18: Worum muss man sich kümmern?
00:11:19: Was muss man bedenken?
00:11:20: Arzttermine
00:11:21: etc.,
00:11:22: also dass man das vielleicht wirklich einfach mal sichtbar macht.
00:11:25: Das hilft uns auch immer wieder ganz gut jetzt noch.
00:11:28: Ich find
00:11:29: den Punkt, dass du sagst Sichtbarkeit finde ich ganz wichtig weil ich auch zu den Frauen gehöre die in der Tendenz das was ich selbst mache immer für so naja mach ich halt eben verkaufen unterverkaufen.
00:11:45: Nun habe ich zum Glück einen Mann, der das genau alles kann und macht und sieht und der hier ganz viel in ... also der momentan schmeißt der den Haushalt und nicht ich.
00:11:56: Ich hab da wirklich ja ein tollen Mann, einen tollen Partner an meiner Seite, einen tollen Papa.
00:12:01: aber genau dieses... ich weiß dass eine Freundin von mir oder die sind jetzt auch das erste Mal Eltern geworden Die hat dann gesagt, ich hab jetzt heute ... Hat sich das auch mal gemacht.
00:12:12: Sie hingesetzt, hat mal aufgeschrieben.
00:12:14: Ähm, sie kam auf... Sie hat in der Zeit, in der ihr Mann weg war, acht Mal wickeln müssen, dreimal das Kind umziehen weil es gespuckt hat.
00:12:22: und das hat sie einfach mal auf geschrieben.
00:12:24: Und die kam da nur drauf, weil ihrem Mann gesagt hat wie kann's denn sein dass die Windeln schon wieder leer sind?
00:12:31: Ja!
00:12:31: Das ist ja das man denkt am Anfang gerade mit einem kleinen Baby größer werden ja im Zweifel auch die Aufgaben.
00:12:39: Die muss man irgendwie beschäftigen, was passt zu denen?
00:12:40: Frag mich nicht!
00:12:42: Man hat ja auch gerne als Frau Oder man will ja dann oft auch sagen, ich krieg das hin.
00:12:47: Weil man kommt aus einem Leben in dem man seinen Leben im Griff hatte und dann auf einmal sagen zu müssen, boah, ich bin hier überfordert oder dass es irgendwie... Ich bin auch das erste Mal Mama.
00:12:57: für mich ist es auch alles viel da.
00:13:00: auch sein Partner gegenüber offen zu sein finde ich auch ganz wichtig.
00:13:04: Ja
00:13:04: dieser neue Lebensabschnitt von Man is sehr selbstbestimmt hinzu Fremd bestimmt von diesem neugeborenen Kind, von den Kindern ist ja auch einfach richtig krass.
00:13:18: Das glaube ich darf man auch mal so ehrlich aussprechen und da kannst du vorher so viel Bücher lesen dir wissen an eigenen wie du willst.
00:13:25: das erfährst du erst wenn in der Situation bist und du hast es jetzt gerade gesagt mit Windeln oder umziehen aber alleine wie viel Zeit das Versorgen des Kindes am Tag dann in Anspruch nimmt, gerade am Anfang.
00:13:38: Ob es jetzt stillen ist oder ob sie zufüttern ist – aber wie viel Zeit man da mit eigentlich rumbringt am Tag?
00:13:46: Das unterschätzt man ja auch!
00:13:47: Es ist nicht mal eben zack eine Minute, der Kind ist satt sondern da hängen einfach so viele andere Schritte noch mit dran die einfach extrem Zeit fressen.
00:13:56: und dann ist es mir tatsächlich auch ganz wichtig zu sagen den Druck gerade in den ersten Wochen nach der Geburt auch rauszunehmen, es ist immer noch Wochenbettzeit.
00:14:04: Also das Wichtigste ist eigentlich dass die Frauen sich ausruhen und ihren Körper regenerieren lassen und nicht wieder Vollgas.
00:14:12: zehn Stunden, die Bude, Wienern, die Fenster putzen und alles muss erledigt werden also dass auch nochmal ganz ganz wichtige Zeit auch da Sichtbarkeit schaffen und Bewusstsein schaffen.
00:14:24: Es gibt übrigens so ein Kartenset, das heißt Fair Play.
00:14:28: Da hat eine Autorin mal alles aufgeschrieben was es an Aufgaben gibt wenn man eine Familie hat.
00:14:32: Das ist irgendwie so ein Kästchen wo man dann verschiedene Karten hat und einmal durchgucken kann... Was sind denn die Aufgaben eigentlich?
00:14:39: Und dann werden sie so... Kann man die verteilen!
00:14:42: Das gibts im Moment glaube ich nur auf Englisch aber Wenn das jemand interessiert, kriege ich das gerne nochmal.
00:14:46: Aber
00:14:46: ich glaube es gibt auf Deutsch so eine.
00:14:49: mittlerweile gibt's ein paar Tabellen oder Übersichten wo man dann quasi farbig müsste sich jetzt auch raussuchen vielleicht können wir es im Nachgang irgendwo noch teilen Wo man dann farbig markieren kann wer übernimmt denn welchen Part und da sieht man ganz gut dass eben ich sag mal sich um die Steuererklärung kümmern oder um den Reifenwechsel machen Dinge sind die man vielleicht einmal im Jahr macht Aber sich um den Einkauf kümmern oder Gedanken, was es zu essen gibt fast täglich.
00:15:16: Also da auch dann immer die Argumente aber ich übernehme ja... ...die Verantwortung für den Garten oder ich mache die Steuererklärung oder ich kümmere mich darum dass das Auto pünktlich in der Inspektion ist.
00:15:28: Ja das sind meist Sachen die einmalig im Jahr oder zweimalig ein Jahr stattfinden und es gibt ganz viele Aufgaben die aber eben täglich gemacht werden.
00:15:39: Wir haben mal auf ein riesengroßes Flipchart geschrieben, was eigentlich alle Aufgaben der Familien so sind.
00:15:47: Das war großartig.
00:15:49: Da haben wir geguckt wer macht eigentlich was?
00:15:51: und meine Kinder guckt da drauf?
00:15:54: Also Papa hat voll die cooleren Sachen und ich war so,
00:15:58: ja stimmt.
00:15:58: Wieso
00:15:59: habe ich eigentlich all die Doof-Jobs?
00:16:02: Ich verstehe das gar nicht, wie ich da gelandet bin!
00:16:04: Es war sehr interessant es mal zu sehen und alle waren so.
00:16:07: ne ne ne das ist irgendwie total unattraktiv.
00:16:09: dann
00:16:10: habt ihr fürs nächste Jahr einmal Rollen getauscht
00:16:13: Genau!
00:16:14: Das war ganz gut.
00:16:15: wir haben mit den Kindern überlegt okay was kann denn wer machen?
00:16:18: Dann war klar irgendwie Geld verdienen mit fünf Jahren jetzt noch nicht so angesagt aber wir den machen, was davon.
00:16:24: ist es wirklich schon möglich dass die Kinder das übernehmen?
00:16:26: Da nochmal auch ergänzend.
00:16:29: Der Punkt den finde ich auch sehr wichtig und super und da setzen wir tatsächlich mit unseres schon drei und sechs jährigen um die nachdem wie man sehen will.
00:16:37: aber ich finde es ganz ganz wichtig und da schließe sich wieder unser Kreis zum Thema Sichtbarkeit auch den Kindern diese Aufgaben sichtbar zu machen weil genau also wenn ich mich so Daran erinnern meine eigene Kindheit, irgendwie meine Mutter hat alles organisiert und Papa hat das Geld nach Hause gebracht.
00:16:54: Und hat dann auch ergänzend natürlich Sachen gemacht.
00:16:56: Aber jetzt, wo man das doch nochmal mit einem anderen Blick sieht, versteht man doch so gewisse Dynamiken.
00:17:03: Und deswegen finde ich es ganz wichtig den Kindern eben zu sagen zum Einkaufen gehört ist eben dazu zu überlegen was will ich essen?
00:17:09: Was brauchen wir dafür?
00:17:10: Was haben wir vielleicht noch im Vorratschrank?
00:17:12: Dann gehört dazu der Einkauf dann gehört dazu da hinzufahren das einzukaufen nach Hause zu fahren dass auch wieder zu Verräumen in dem Kühlschrank.
00:17:19: also allein dieses Einkaufen sind ja so viele Arbeitsschritte Und ich finde es ganz, ganz wichtig da die Kinder schon frühzeitig mit einzubinden und auch da wieder ein Bewusstsein und Sichtbarkeit zu schaffen.
00:17:31: Ja, absolut!
00:17:33: Jonas für alle, die uns jetzt hören und denken Mensch das klingt toll was du erzählst und vielleicht auch denken auch Mensch.
00:17:40: bei meinem Mann ist es undenkbar ne?
00:17:44: Wenn ich's richtig weiß Du warst bei eurem ersten Kind auch noch schnell wieder klassisch arbeiten und deine Frau Annika
00:17:50: hat Elternzeit.
00:17:52: genommen und dann war ich wieder in der Kita.
00:17:54: Genau, okay!
00:17:56: Wenn du es erzählen magst und kannst wie kam da das Umdenken bei dir?
00:18:00: Dass du gesagt hast beim zweiten Kind wollt ihr's vielleicht anders machen?
00:18:04: Zum einen war es beim zweiten kind dann so dass ich Job bedingt eben viel mehr einfach zu Hause war und sein konnte.
00:18:13: Ich hätte es aber tatsächlich auch wenn ich noch im meinen alten Job als Erzieher oder auch als Kita-Leiter in der Kita gearbeitet hätte vermutlich anders gemacht, weil ich in dieser Elternzeit eben gemerkt habe wie wertvoll und prägend auch gerade diese ersten Wochen- und Monate sind.
00:18:33: Auch da wieder das kannst du nur nachempfinden wenn du es irgendwie selber einmal erlebt hast.
00:18:38: und bei uns war das so tatsächlich ein bisschen ja sehr klischeehaft klassisch.
00:18:45: Ich hab damals meine Elternzeit quasi beantragt in der Kita Und da wurde mir typisch man irgendwie gesagt, dass bis zu dem Tag wo unsere Große dann geboren ist war nicht klar ob ich auch dann an den Tag wirklich in Elternzeit gehen kann.
00:19:05: Weil genug Personal in der Kita sein sollte, weil keine Langzeitausfälle da sein sollten, weil keiner krank sein durfte, sollte konnte musste.
00:19:16: also da wurde schon im Vorfeld extremer Druck irgendwie mir gemacht, dass gar nicht klar ist.
00:19:22: Ja du kannst jetzt ab dem Tag der Geburt wirklich auch deine zwei Monate Elternzeit nehmen.
00:19:27: Sondern kann sein das zuerst mal noch ein Monat arbeiten muss und dann erst Eltern Zeit nehmen muss je nachdem wie die Situation ist.
00:19:33: Und da zeigen sich so Strukturen die glaube ich ganz ganz viele Männer und Väter diese mit dem Thema Elternzeit auseinandersetzen auch kennen weil Die Unternehmen und in dem Fall ist es bei mir gar kein Unternehmen gewesen sondern der Kita Träger einfach ja massiv immer noch Druck ausüben auf Väter, bitte doch nicht in Elternzeit zu gehen.
00:19:56: Das finde ich ganz erschreckend und traurig.
00:20:00: Neben den ganzen anderen Faktoren die immer noch dazu führen dass mehr Mütter Elternzeit nehmen ja Bezahlung finanzielle Lage Situationen Lebensstandard Karriere Ja das sind glaube ich einfach viele Faktoren die einen extremen Einfluss darauf haben auch im Ja, mich haben aber diese zwei Monate extrem geprägt.
00:20:20: Das ich gesagt habe beim anderen Kind möchte es auf jeden Fall Anlass machen.
00:20:26: Hast du denn wenn Du sagst dir wurden da selbst so ein bisschen Steine in den Weg gelegt?
00:20:32: Hast Du da irgendwie einen Tipp den wir den Papas mit an die Hand geben können?
00:20:36: Ja, habe ich vielleicht.
00:20:39: Der ist vielleicht nicht für jeden anwendbar aber so ist das ja mit allen Tipps.
00:20:42: jeder kann immer gucken was von so einem Tipp kann ich für mich mit rausnehmen und was passt für mich vielleicht nicht.
00:20:48: Für mich tatsächlich sehr wertvoll sich frühzeitig mit dem Thema Finanzen zu beschäftigen und eben zu gucken.
00:20:56: kann ich Rücklagen für eine mögliche Elternzeit schaffen?
00:21:00: können wir gemeinsam dann finanziellen Puffer uns ermöglichen?
00:21:04: weil das dürfen nicht von der Handweisen, die Einbußen sind extrem für die Zeit.
00:21:10: Dass man da einfach vielleicht schon frühzeitig sich überlegt hey wir möchten in die Kinderplanung gehen und das ist vielleicht auch mal ein Wunsch von uns dass wir beide die Elternzeitanteilig irgendwie machen, dass man dann irgendwie guckt wenn man die Möglichkeit hat sich da einen kleinen finanziellen Puffer ja einfach aufzubauen.
00:21:29: ich glaube das ist ganz wichtig.
00:21:32: hat man schon mal diesen Faktor vielleicht ein bisschen minimiert.
00:21:38: Trotzdem noch einmal wichtig, dass es tatsächlich ... Wir wollen Verständnis aufbringen für Männer die sagen ich hänge so drin in meinen Strukturen und das ist absolut... Also ist mind blowing für meinen Arbeitgeber, dass ich irgendwie Elternzeit nehmen könnte.
00:21:56: Das ist einfach nicht vorgesehen.
00:21:58: Das fand ich ganz schön.
00:21:59: neulich hat eine Journalistin einfach mal gesagt sie hat mal manager gefragt So entschuldigen Sie es ja toll mit ihrem Job.
00:22:05: wie vereinbaren Sie das denn mit den Kindern?
00:22:08: Manager.
00:22:09: und Es war großartig weil die sagten Ich habe noch niemals diese frage bekommen noch nie niemand fragt mich das aber jeder weibliche manager wird das gefragt.
00:22:18: so Das hat
00:22:21: mich immer wahnsinnig aufgeregt.
00:22:26: Egal wen wir hatten, Frau von der Leyen, Annalena Baerbock fragt mich nicht... Also, zum einen ist bei Politikerinnen immer ein Thema auch gut oder schlecht.
00:22:38: Sowieso?
00:22:40: Und wo sind eigentlich die Kinder?
00:22:44: Oh mein Gott!
00:22:46: Um den Bogen noch mal zu spannen.
00:22:49: und was wir machen können, sind einfach Denkanstöße geben und zum Nachdenken und Reflektieren anregen.
00:22:57: Auch da, weil du jetzt gesagt hast Manager... selbst hypothetisch wenn wir sagen würden hoch angesehene manager die das finanziell locker wegstecken könnten ein ja zwei fünf in elternzeit zu gehen machen das ja trotzdem in der regel nicht obwohl dieser faktor kein faktor bei ihnen werbe.
00:23:16: auch da bleibt die frage warum machen sie es nicht?
00:23:18: ja karriere wollen sie ist gar nicht.
00:23:22: ne.
00:23:22: also da darf man sich glaube ich immer die fragestellen.
00:23:24: und Wenn jetzt einen hoch angesehener manager sagen will Liebe Leute, ich gehe jetzt für ein Jahr in Elternzeit.
00:23:32: Dann würde es von der Presse den größten Beifeil der Welt geben.
00:23:36: Es würden alle Zeitungen und Artikel dazu schreiben Alle würden komplett ausflippen Der Mann würde komplett abgefeiert werden.
00:23:44: Würde das eine hoch angesehene Managerin machen?
00:23:47: Wer wiederum?
00:23:48: die andere Frage will sie ihre Karriere riskieren?
00:23:51: oder warum?
00:23:53: So, wisst ihr wie ich meine?
00:23:54: Also es würde mit ganz unterschiedlicher Leimas gemessen werden.
00:23:59: Und ja das ist auch was, was ich tatsächlich auch als Papa und Vater immer wieder feststelle dass da immer noch die gleiche Handlung unterschiedlich bewertet wird.
00:24:10: Ja, das stimmt.
00:24:11: Absolut!
00:24:11: Und was
00:24:12: will ich an der Stelle noch einmal sagen... Trotzdem ist ja die Tendenz so, dass immer mehr Papas immer länger auch Elternzeit nehmen.
00:24:21: Wir sind laut aktuellen Studien in Deutschland bei Frauen bei vierzehn Komma acht Monaten Elternzeit und bei drei Komma Acht Monaten im Schnitt Elternzeit von Vätern.
00:24:33: Und das ist wirklich eine schöne, schöne Entwicklung weil ich glaube bei dem Manager
00:24:38: Beispiel was du jetzt gerade
00:24:39: gebracht hast Jonas Ja, man will dann die eigene Karriere nicht aufgeben.
00:24:44: Man hält sich aber wahrscheinlich auch selbst für so wichtig und so unersetzlich... ...und ich denke immer was wirklich wichtig und unersetzung ist und nicht mehr wiederkommt sind!
00:24:55: die Momente und die Jahre mit den Kindern.
00:24:59: Da verpasst du wirklich was, wenn du irgendwie zwanzig Jahre in einem Unternehmen bist und warst davon ein Jahr in Elternzeit ... Boah!
00:25:06: Am Ende der Karriere erinnert sich da im Zweifel niemand dran.
00:25:09: Aber ob du die Jahre über oder ganz intensiv am Anfang, ob du da warst oder nicht?
00:25:15: Ich glaube das macht schon etwas in der Beziehung zu den Kindern und auch in der beziehungen zu Mama und Papa.
00:25:26: Und trotzdem, das sehe ich absolut genauso.
00:25:28: Und trotzdem haben wir Verständnis dafür, weil einige Männer wirklich einen Wahnsinnsdruck bekommen in dem Job und dieses ein Jahr raus ist dann auch komplett raus.
00:25:40: Kenne ich auch, dass der Druck so immens ist vom Arbeitgeber.
00:25:43: Das kann nur besser werden wenn
00:25:44: es normaler wird.
00:25:45: Ja das
00:25:46: stimmt!
00:25:47: Ja auf jeden Fall.
00:25:48: Sonst beißt sich die Katze in den Schwanz, weißt du?
00:25:51: Genau deswegen ist es eben so wichtig, dass wir über solche Themen sprechen und dafür Sichtbarkeit schaffen.
00:25:57: und was mir tatsächlich auch ganz wichtig ist, dass Wir Verständnis für einander haben weil so wie Claudia jetzt gesagt hat Es wäre das einfachste die Männer ja da irgendwie an Prana zu stellen und zu sagen, warum macht ihr denn nicht?
00:26:12: Man darf aber nicht vergessen wieso, weshalb, warum.
00:26:15: Und da sind glaube ich die Gründe sehr vielfältig.
00:26:18: Und das ist glaube ich extrem wichtig dass wir da einfach auch ein bewusst sein und ein Verständnis füreinander schaffen.
00:26:24: Aber wie wir es jetzt machen eben drüber sprechen um verschiedene Perspektiven aufzuzeigen und das Thema einfach sichtbar zu machen
00:26:35: Jonas, wenn man sich so die Stories, die du machst, die Reals und Post anschaut.
00:26:40: Du wirkst online mit deinen zwei Mädels eigentlich immer sehr ruhig und reflektiert?
00:26:48: Wann kommst du denn als Papa im Alltag trotzdem an deine Grenzen?
00:26:53: An die komme ich tatsächlich selber auch sehr häufig.
00:26:57: Erst mal Danke für die lieben Worte und dass das so rüberkommt.
00:27:01: Ich glaube tatsächlich, dass ich auch so bin.
00:27:04: also das können ganz viele Leute bestätigen, die mich im privaten kennen.
00:27:08: Das liegt einfach in meiner Natur und bitte niemals vergessen wenn man hier zu Hause eine Situation mit einem oder zwei Kindern beim Basteln managed dann habe ich in meiner Vergangenheit schon Situationen mit zwanzig Kindern in der Kita gebastelt, gemanagt.
00:27:28: Genau!
00:27:28: Also ich habe gewisse Erfahrungswerte die ganz andere Männer und Väter vielleicht nicht haben für die dann in Anführungsstrichen so ein Bastelangebot der pure Stress ist.
00:27:38: Ich hab es irgendwie auch gelernt.
00:27:41: Deswegen das noch mal als Switch warum das vielleicht manchmal so ist.
00:27:45: Wann komme ich an meine eigenen Grenzen?
00:27:46: Ich komm tatsächlich sehr häufig an meiner eigenen Grenze Und das war auch ein langer Prozess und ist jetzt gerade auch viel Thema bei Instagram.
00:27:56: Ja, mich Sachen triggern die ich in meiner eigenen Kindheit anders erlebt habe oder meine eigene Kindheit hochkommt.
00:28:02: Denn da sind wir alle immer sehr emotional angreifbar und viel Verhalten von uns lässt sich dann auch damit begründen oder viele Reaktionen warum wir von gewissen Dingen von unseren Kindern extrem getriggert und gestresst sind.
00:28:16: Hast du konkretes Beispiel?
00:28:18: Also was ich tatsächlich bei unseren Kindern sehr merke in unserer Familie ist, dass ich unfassbar stolz darauf bin das meine Kinder den Mut dazu haben uns kontrat zu geben uns ihre persönlichen Grenzen aufzuzeigen und klipp und klar zu sagen worauf sie Bock haben oder auch keinen Bock haben.
00:28:39: Was uns als Eltern immer wieder vorher Herausforderungen stellt weil ich mir denke cool dass wir euch so jetzt erzogen haben und das beide gebracht haben.
00:28:48: Das hilft uns jetzt gerade in dieser Situation, aber überhaupt nicht weiter.
00:28:53: Ich glaube aber dass es für das spätere Erwachsensein der Kinder extrem wichtig ist.
00:28:58: Aber wie gesagt da kommen wir dann immer wieder an unsere Grenzen genau.
00:29:03: Du als Papa, Pädagoge, Ex-Kita-Leiter ne?
00:29:06: Gab es einen Moment, ihr seid du selbst Vater bist indem du dachtest okay jetzt verstehe ich Eltern sein nochmal ganz anders.
00:29:16: Ja, gibt es sogar ganz viele Situationen in denen ich früher als Erzieher oder Kita-Leiter ohne Kinder sehr häufig über die Eltern gedacht habe mein Gott warum reagieren sie denn so?
00:29:30: Oder warum schaffen Sie's nicht bis neun Uhr in der Kita zu sein?
00:29:35: Wir
00:29:35: wollen doch dann
00:29:36: die Tür
00:29:37: schließen und mit den Morgenkreisen beginnen.
00:29:40: Warum sind das immer wieder Eltern die um fünf nach neun angehetzt kommen?
00:29:46: oder das klassische Beispiel bitte bringen sie neue Wechselkleidung für ihr Kind mit.
00:29:51: der Beutel ist leer und du rennst den Eltern wochenlang hinterher.
00:29:55: Und das Kind hat schon die zehnte Wechselunterhose aus der Kita, Was spenden?
00:30:03: Gemüse mit Bing oder whatever.
00:30:05: Und es kommt einfach nicht an.
00:30:07: und du denkst dir, das kann doch nicht so schwer sein!
00:30:09: Wir haben schon Zettel gemacht.
00:30:11: Was ist denn
00:30:12: los?!
00:30:12: Warum kommt nichts?
00:30:14: So...
00:30:15: Jetzt wo ich Kinder habe und weiß was man an so einem Morgen im besten Fall von sechs Uhr an oder von sieben Uhr an in schlimmsten fall auch schon vier Uhr oder noch früher an, wenn dann eben die Kinder wach sind.
00:30:31: Weil wir hatten auch eine ganz extreme Vier-Uhr-Dreißig-Wachphase.
00:30:34: und wenn man dann mal überlegt was so von Vier Uhr Dreißig bis Acht Uhr, Acht Ur dreißig sieben Uhr dreißzig schon an so morgen alles passiert ist wie viele Gefühle man da schon begleitet hat, wie selber man schon platt ist von diesen drei Stunden bis es dann erst überhaupt aus dem Haus geht, bis man dann die Kinder Nikita bringt, bis das dann in den Job Unterschätzen glaube ich auch ganz, ganz viele und da mag ich jetzt in dem Rahmen hier mal ein ganz großes Lob an alle Eltern der Welt aussprechen.
00:31:05: Die unfassbar krasses schon leisten bevor es überhaupt mit den Kindern morgens ausm Haus geht.
00:31:12: Und dieses Verständnis habe ich jetzt erst über die Jahre einfach entwickelt wo ich selber Papa bin und verstehen kann warum man dann eben die Gurke vergisst weil man einfach überladen ist mit mental load weil's morgens mal unfassbar stressig sein kann, man hat diesen terminlichen oder zeitlichen Druck und ja da hilft es uns auch wieder weiter.
00:31:33: Und das hat mich sehr geprägt, der einfach Verständnis für Eltern zu haben.
00:31:40: Ja genau!
00:31:41: Man macht das Ganze voll unausgeschlafen, das finde ich ganz wichtig.
00:31:45: Ja und vor allem sind die Kinder dann ja auch, ja sie mögen um vier Uhr dreißig aufwachen aber das heißt nicht dass sie denn ausgeschlagen sind!
00:31:52: Und ich konnte es gerade so nachempfinden was du sagst... Also, gerade bin ich in der glücklichen Position mit dem Baby die Nächte nur zu machen und mein Mann ist derjenige, der sich jeden Morgen durch den Morgen kämpfen muss.
00:32:04: Und es ist manchmal wirklich hart weil je früher die aufwachen desto früher ist man selbst wach.
00:32:09: das heißt alle sind müde und man muss in der Tendenz selbst völlig noch müde un ausgeschlafen dann aber die großen Wutanfälle begleiten.
00:32:19: Ich schäme mich auch rückblickend so oft als ich noch arbeiten war und keine Kinder hatte Die Mutti's.
00:32:26: Das
00:32:28: ist
00:32:28: ja schon das abwertende Wording, die Mutti´s dann morgens reinkamen um halb neun und schon völlig fertig waren... Und ich dachte mir hierher Leute mein Gott!
00:32:37: Also lasst mal die Kirche im Dorf Lidl-diddle-do.
00:32:43: Ich hatte keine
00:32:44: Ahnung.
00:32:45: Du bist immer die Restarroganz genannt, dass man so dachte.
00:32:49: Und das Beispiel ist glaube ich sehr treffend weil auch um nachher wieder den bohren zu spannen wir haben vorhin von fremd bestimmt gesprochen und es ist was anderes ob du morgens aufstehst dann aufsteht wenn dein wecker klingelt den dir selber bestellt hast du dich dann in deinem tempo fertig machen kannst.
00:33:07: wenn du mal uns mehr zeit brauchst dann stehst du halt früher auf.
00:33:11: brauchst du weniger zeit?
00:33:12: ok dann räumen sich die meisten noch entspannte zehn Minuten einführen.
00:33:16: Kaffee, die man heiß in Ruhe trinkt
00:33:21: und
00:33:22: diese Situation hat man als Eltern ja nicht.
00:33:24: Man wird beim Aufwachen in der Regel aufbremmt bestimmt wenn eben die Kinder aufwachen Wenn du Glück hast kriegst du einen Schluck heißen kaffe.
00:33:32: da mein Tipp an alle Eltern den Kaffe morgens direkt im Thermo Becher machen dann bleibt er länger heiß.
00:33:37: Ihr habt auf jeden Fall was davon?
00:33:39: Der wird nicht kalt wenn ihr ihn irgendwo stehen lasst und es ist auch noch mal sicherer mit den Kindern.
00:33:44: Dann hast du das Glück, dass du das Outfit warst.
00:33:46: Du dir vielleicht aus dem Schrank genommen hast auch beim Rausgehen noch anhast weil nicht irgendwo noch Rotze dran ist.
00:33:54: Blut oder Kaffee oder Marmelade vom Frühstück oder mit.
00:33:59: So du musst dich nicht nochmal umziehen.
00:34:02: und das Kind also.
00:34:04: bei uns ist es häufig so und ich kann da meine Kinder sehr gut nachfühlen weil als Kind auch so mir war das auch wichtig.
00:34:11: Du kannst am Abendvorhef für die Kinder ein Outfit rauslegen und dir den tollsten Tipp, den viele immer geben.
00:34:18: Lass die Kinder am Abend die Outfit raussuchen!
00:34:19: Das erspart dir sehr viel Stress am Morgen.
00:34:21: Ja das kannst du machen.
00:34:23: wenn das Kind aber am morgen entscheidet es muss dass T-Shot mit dem Glitzer Einhorn sein was du gestern Abend noch in die Waschmaschine gepackt hast was da jetzt gerade noch nass drin liegt Du merkst so langsam, dass Blut steigt höher.
00:34:39: Dein Puls geht höher und du denkst dir Kind dieses Ein- und T-Shirt ist nass!
00:34:43: Du kannst es jetzt nicht anziehen Es wird innerhalb von zehn Minuten nicht trocken sein bis wir das Haus verlassen.
00:34:48: Können wir vielleicht gemeinsam eine Alternative finden?
00:34:52: Und diese Alternative passt nicht und du versuchst das alles irgendwie noch zu begleiten und dieses T-shirt vielleicht trocken zu föhnen damit eben einigermaßen entspannt aus dem Haus geht und nicht schon mit einem kompletten Meltdown.
00:35:06: So, ja dann bist du nass geschwitzt im Auto beide Kinder sitzen da drin und du bist froh überhaupt irgendwie nur lebendig zu sein?
00:35:14: Genau!
00:35:15: Immerhin wenn man noch froh ist lebendigt
00:35:18: zu sein das ist okay.
00:35:21: Aber ich muss... Das ist lustig mit dem T-Shirt Entschuldige.
00:35:26: Genau das hab ich schon gemacht.
00:35:28: Es musste einmal das T-Shirt mit dem Bagger sein, erst weil bevor ich angefangen habe, mit Claudia über Erziehung zu sprechen und bevor ich mich dann getraut habe zu leiten und auch in schwierigen Situationen zu leiden dachte ich komm Weg des geringsten Widerstandes stand ich da und hab dieses T-shirt trocken geföhnt.
00:35:46: Was lange dauert?
00:35:48: Lange lange lange.
00:35:51: Du hast du innerlich im Winter Kopf die Uhr diese tic
00:35:57: Und auch dieses Aufstehen.
00:35:58: Also mein Mann arbeitet gerade mit unserem Vierjährigen daran, weil er wird halt geweckt mit
00:36:05: Papa!
00:36:06: Papa!
00:36:08: So und er versucht grade immer wieder ihm abends zu sagen, mein Schatz könntest du morgen?
00:36:14: Könntest du sagen Papa ich bin wach Da hast du ja erst mal... Du wachst ja nicht entspannt auf, du hast ja erst einmal Puls direkt.
00:36:24: Du denkst oh mein Gott!
00:36:25: Ja
00:36:26: und das ist es?
00:36:28: Ich will nur als Perspektive geben für alle.
00:36:30: diese Jahre erscheinen endlos aber sie gehen tatsächlich vorbei.
00:36:34: irgendwann schlafen Sie länger als du viel länger.
00:36:39: Das stimmt, das muss man sich immer wieder sagen.
00:36:42: Und im besten Fall waschen Sie Ihre Wäsche irgendwann selber.
00:36:44: Man ist nicht mehr dafür verantwortlich dass er's richtige T-Shirt zur richtigen Zeit sauber ist.
00:36:51: Und das geht tatsächlich früher, als man denkt ne?
00:36:53: Dass man selber wäscht ist eigentlich nicht so eine Riesen.
00:36:56: also es kann mal ziemlich früh erledigen als Kind tatsächlichen Und wir haben ja neulich auch den absoluten Pro-Tipp.
00:37:02: Der Morgen war so stressig im Club, dass wir da irgendwann gesagt haben, weißt du was?
00:37:07: Wir ziehen das Kind einfach abends an.
00:37:09: Das Kind ist abends angezogen und wird morgens einfach somit genommen.
00:37:12: Fertig!
00:37:14: Und dann genau so... Das mussten wir eigentlich mal reduzieren, dass der Stress morgens so enorm ist mit dem Anziehen
00:37:21: Den Club, den Claudia gerade angesprochen hat.
00:37:24: Können wir euch sowieso sehr ans Herz legen?
00:37:27: Vielleicht hast du den auch schon mal auf Instagram oder so gesehen Jonas und Nix schon fleißig super!
00:37:32: Das ist eine ganz tolle Eltern-Community die Claudia gegründet hat mit nicht nur vielen tollen Tipps von dir Claudia sondern auch noch anderen Experten und wirklich einer ganz lustigen wertschätzenden sehr... Wie man gerade an dem Beispiel gemerkt hat, sehr praxisnah ein Eltern-Community.
00:37:52: Die
00:37:53: sind extrem Praxisnah!
00:37:55: Sie sind quasi noch mehr an der Praxis kann man nicht sein als Eltern.
00:38:02: Und das ist ja etwas was dann wieder super wertvoll ist weil wie wir vorhin auch schon gesagt haben du kannst in der Theorie dich fachlich, unfassbar gut belesen und weiterbilden.
00:38:13: Aber es scheitert dann eben oft an den Praxisnahen Beispielen.
00:38:17: Und die sind so wertvoll.
00:38:20: wie verhalte ich mich genau in XY?
00:38:22: Welcher Situation und welche Möglichkeiten gibt das denn überhaupt?
00:38:25: Denn oft ist man ja in seinem eigenen Denken und Handeln auch einfach extrem limitiert.
00:38:30: Da ist es so wertful- und hilfreich von anderen Eltern nochmal den eigenen Horizont sich erweitern zu lassen.
00:38:37: Total!
00:38:38: Apropos Praxisnah.
00:38:40: Du hast gerade schon ganz viele praxisnah Sachen erzählt und wo du dich ja wirklich auch sehr, sehr gut auskennst ist sind die ganzen Themen rund um Kita.
00:38:50: Und deswegen hast du ein Buch geschrieben zum Thema Kita-Eingewöhnung mit dem sehr schönen finde ich sehr schönen Titel, Trennungsherz und wie ihr es gemacht habt aus Trennungsschmerz das Herz werden lassen.
00:39:04: Das fand ich auch eine super süße Idee!
00:39:06: Ein großartiger
00:39:07: Titel.
00:39:08: Wir packen euch den Link dazu in die Show Notes auf jeden Fall noch rein.
00:39:14: Was würdest du sagen?
00:39:16: Warum ist dieses Thema Eingewöhnung?
00:39:19: Warum isst es oft so viel größer für Eltern als mir das vielleicht vorher sich so vorstellt.
00:39:26: Ja, okay.
00:39:27: also erst mal vielen Dank für die lieben Worte ich hab's hier auch liegen Ich zeig es einmal so in die Kameramann kannst du halt ein bisschen lesen.
00:39:34: Ja
00:39:35: sehr schön!
00:39:36: Genau wie Du gesagt hast aus dem Worttrennungsschmerz eben was Positives rausgenommen.
00:39:44: das Trennungsherz und dafür bin ich sehr dankbar für den Jupiter Mundverleid mit denen wir es gemacht haben und für Joel die das ganze Buch wundervoll illustriert hat, weil das mich tatsächlich auch sehr gut widerspiegelt aus negativen Dingen immer das positive zu sehen.
00:40:00: So jetzt um deine Frage zu beantworten warum ist das Thema so wichtig?
00:40:05: Also zum einen habe ich natürlich selber als Erzieher unfassbar viele Eingewöhnungen in meiner Zeit gemacht und durchlebt und bin immer wieder auch an Situation gekommen wo ich eine Gewöhnung von anderen Kollegen Ja, ein bisschen fragwürdig fand ich, wo mir das Kind nicht genug im Fokus war.
00:40:26: Wo es sehr viel um Zeit und Husch-Husch ging.
00:40:30: Wo Eltern Druck gemacht haben, der Kita Druck gemacht hat, dass die Eingewöhnung schnell laufen muss.
00:40:36: Warum?
00:40:37: Weil sie selber wahrscheinlich extrem Druck hatten von Arbeitgebern wieder zurück zur Arbeit zu kommen eben diese Zeit nicht eingegeben wird.
00:40:45: Und ja, mir war's aber vom Frühauf immer schon wichtig für die Eingewöhnung eben Zeit zu lassen.
00:40:52: Denn es ist ein riesengroßer neuer Schritt für ganz, ganz viele Kinder der viel Zeit, viel Vertrauensaufbau, viel Bindungsaufbau benötigt.
00:41:02: und das ist nicht mit in einem Tag ein bisschen spielen und am nächsten Tag bleibt man für vier fünf Stunden in einer komplett fremden Umgebung alleine ohne Elternteil erledigt.
00:41:12: und deswegen genau was mir wichtig das ganze Sowohl für Erwachsene als auch für die Kinder eben anschaulich in ein Bilderbuch zu verpacken, denn bis dato waren mir einige Brücher bekannt.
00:41:26: Die aber nicht so emotional und schön auf das Thema eingegangen sind sondern eher sehr sachlich.
00:41:32: Und genau deswegen hatte ich die Idee und bin froh dass wir das so umsetzen konnten und damit jetzt tatsächlich auch schon sehr sehr vielen Eltern und Kitas bei der Eingewinnung helfen konnten.
00:41:41: Ich krieg da täglich echt ganz schönes Feedback aus dem
00:41:46: Gibt es vielleicht auch an dich einmal die Frage, Claudia?
00:41:49: Oder vielleicht könnt ihr das auch im Tandem beantworten.
00:41:52: Darüber diskutieren oder wie auch immer.
00:41:55: Chaka!
00:41:55: Genau!
00:41:57: Ihr seid ja wirklich... also ihr habt ja wirklich.. Claudia hat auch wahnsinnig viel Kita-Expertise und bildet selbst pädagogische
00:42:03: Fachkräfte
00:42:04: aus.
00:42:05: Gibt's für die Eingewöhnung weil mein Laienwissen ist wenn man das Wissen nennen kann dass Ich sag jetzt mal platt gesagt, je kleiner das Kind, desto einfacher kann es sein.
00:42:19: Also dass vielleicht eine Eingewöhnung mit eins noch leichter sein kann als mit drei?
00:42:27: Was ist da dran?
00:42:28: wie seht ihr das?
00:42:29: Ich würde die Frage tatsächlich mit einer sehr schwammigen Antwort beantworten, denn aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, unfassbar individueller Prozess ist, wo wir mit verschiedenen Konzepten und Systemen arbeiten.
00:42:49: Die aber eben sich nicht einfach auf jedes Kind, auf jedes Elternteil oder jede Kita überstülpen lassen.
00:42:55: Und wir eigentlich gerade bei der Einwünnung sehr individuell auf die unterschiedlichen Bedürfnisse gucken müssen.
00:43:02: deswegen eher jein.
00:43:04: also ja dieses Klischee gibt es irgendwie dass das bei jüngeren Kindern einfacher ist weil sie sind anführungsstrichen noch nicht so bewusst verstehen, wie dann nachher ältere Kinder kann ich aber aus meiner Erfahrung nicht bestätigen.
00:43:17: Ganz ganz wichtig individuell.
00:43:19: Es gibt immer so Phasen wo es vielleicht mit der Bindung einfacher ist und man ist jetzt vielleicht nicht gerade in der Phase in der das mega schwierig ist, aber es ist wirklich mega individuell.
00:43:29: und möchte nochmal kurz... schon so viel gemacht zu... Also Kitas beschäftigen sich wahnsinnig mit dem Thema Eingewöhnung.
00:43:37: Die meisten Kitas haben da einen irrsinnigen, also machen da wirklich viel Gehirnschmalz rein.
00:43:43: wie wollen wir es denn machen?
00:43:44: und viele Träger haben das wirklich in ihren Programmen wo man denkt, dass ist nicht nur einfach ach ich gebe das Kind ab und mal gucken was so passiert sondern das ist wirklich oft stehen richtig gute Konzepte dahinter.
00:43:55: Jonas was würdest du sagen bei so einer Eingeführung?
00:43:57: Was brauchen individuell habe ich verstanden.
00:44:02: Aber was brauchen Kinder emotional so am meisten oder auch die Eltern emotional am meisten?
00:44:13: Die Antwort lässt sich sogar tatsächlich pauschal auf beide, sowohl Kinder als auch auf Elternteile oder ich würde das Ganze sogar erweiten Begleitpersonen erweitern Sicherheit ganz viel Sicherheit und Vertrauen und Bindung, das sind glaube ich die drei Wörter.
00:44:33: Und die Sicherheit gibt es im ersten Step durch die Begleitpersonen, die die Eingewöhnung begleiten.
00:44:39: Das sind dann eben sowohl die Eltern aber auch vielleicht Omas-Opas, die den Begleitung machen oder die Eingewöhnungen übernehmen und dann eben auch die Äzieher in den Kindern Sicherheit geben.
00:44:52: Aber in erster Sinne die Begleitperson als ganz, ganz sicherer Hafen erstmal das Gefühl vermitteln.
00:44:57: Ey du bist hier nicht alleine!
00:44:59: Ich bin bei dir und du darfst hier explorieren aber ich bin immer wieder für dich verfügbar um dir Sicherheit zu geben.
00:45:08: Und auch das Gefühl als Papa und jetzt als Elternteil ist ja auch ein ganz wichtiges was man eben von der Kita Seite braucht dass man einfach ein gutes Gefühl hat sein Kind dort zu lassen.
00:45:20: dieses Ja, auch dieses Sicherheitsthema einfach.
00:45:23: Genau!
00:45:24: Das finde ich total wichtig, kann ich alles unterstreichen.
00:45:27: und für Eltern nochmal es ist fast wichtiger sage jetzt mal dass du dich eingewöhnst also bitte arbeite selber daran das du Vertrauen aufbaust.
00:45:37: zu den Erzieherinnen und Erziehern.
00:45:39: frag nach wenn du was nicht verstehst wo's hier... Ich verstehe das nicht.
00:45:45: warum läuft das so und so?
00:45:46: Dass du ein wirklich gutes Vertrauenaufbau hast dann ist es einfach leichter für dein Kind
00:45:51: Ja, auch da tatsächlich die Elternteile in die Verantwortung oder in die Selbstverantwortung zu nehmen wie Claudia jetzt auch gesagt hat.
00:46:00: Ihr müsst wirklich ein gutes Gefühl haben und euch sicher fühlen denn das kann ich zu hundert Prozent bestätigen auf wenn ganz viele Eltern sagen nein!
00:46:09: Ich habe mich super mit der Eingewöhnung auseinandergesetzt und das ist der richtige Schritt für uns und ich fühle dass auch dein Kind fühlt und spürt zu Hundert Prozent Wie du dich fühlst und das überträgt sich automatisch auf die kinder, auf die situation.
00:46:24: Du kannst dir da kognitiv noch so klar drüber sein und der meinung sein dass du das auch ausstrahlt Dein Kind an ganz feinfühlige antenn genau und wird es merken oder merkt Es
00:46:34: ist wirklich extrem.
00:46:35: na also ich hatte irgendwann mal ein kind wo man wirklich dachte nach Monaten ist Das hat das noch nicht geklappt mit der einfühle.
00:46:41: jetzt waren wir so wirklich ein bisschen am Ende und haben dann endlich mal die Mama gefragt, möchtest du das überhaupt oder zumindest entteilen?
00:46:49: Und sie sagte eindeutig nein.
00:46:51: Überhaupt nicht!
00:46:52: Ich will es einfach gar
00:46:54: nicht!".
00:46:54: Und dann haben wir überlegt wie sie eigentlich in diese Situation geraten ist und dass man da eigentlich was dran machen müsste.
00:46:59: aber es war ein ganz eindeutliches auf keinen Fall.
00:47:02: Warst du überhaupt nicht für
00:47:03: mich?!
00:47:03: Ja,
00:47:04: aber weil Du jetzt gesagt hast mehrere Monate, weil die Frage auch immer häufig... kommt so wie lange dauert die Eingewinnung und das auch das letztlich Porsche nicht sagen.
00:47:12: Es gibt Kinder, die schaffen das echt gut in ein paar Tagen und das heißt nicht nur weil die Eingewinnung schnell geht dass die Kinder keine Bindung beziehungen zu der Einrichtung aufgebaut haben.
00:47:21: Das ist nämlich auch gar
00:47:22: nicht richtig.
00:47:24: Ja,
00:47:25: das ist auch sehr individuell und es gibt Kinder bei denen dauert das auch einige Wochen und auch einige Monate.
00:47:30: also selbst beim meinem Kind, das zweit habe ich eingewöhnt.
00:47:34: Das hat auch einige Wochen gedauert und ich hab bei Instagram den Prozess begleitet über die ganzen Tage, dass dokumentiert und dann auch ganz viele gesagt Boah jetzt seid ihr aber schon bei Tag vierunddreißig Jetzt muss doch mal so oder sowas passieren.
00:47:48: Und ja da ist es mit tatsächlich ganz wichtig Individualität und auf euch hören und das obwohl Ich jetzt hier und Kita Leiter bin und war Ja das nochmal als
00:48:00: Hinweis.
00:48:00: Super!
00:48:01: Ja, total wichtig.
00:48:02: Claudia sagt auch immer so schön dass es eine Erziehungspartnerschaft ist und ich finde das auch wichtig was du sagst Jonas, dass es einfach auch dauern kann und dass das dann auf keiner Seite ein Versagen ist.
00:48:17: weder die Kita versagt noch dein Kind versagt weil's nicht hinbekommt noch du als Mama oder Papa oder Begleitperson versagst sondern es gibt vielleicht einfach Konstellationen Phasen, wir wissen alles mit Kind ist eine Phase.
00:48:34: In der das leichter oder in der es schwerer geht oder Charaktere.
00:48:38: bei meinem Kind, der war innerhalb von einer Woche waren die so in der Kita.
00:48:42: was wollen sie hier noch?
00:48:42: Sie können den hier lassen musste ich mir aber auch schon anhören dann hat's nicht so eine gute Bindung zu mir.
00:48:55: Das kann ja und macht ja auch etwas mit Eltern.
00:49:00: Ganz, ganz dringender Appell.
00:49:02: Eingewöhnung ist kein Marker dafür wie gut eure Eltern schafft es?
00:49:07: Wie gut eure Bindung zu den Kindern ist.
00:49:10: bitte wir müssen uns davon freimachen weil es entsteht ein unfassbarer Druck Zusätzlich auf Eltern, den niemand braucht.
00:49:18: Der ist total unnötig.
00:49:19: Ja,
00:49:19: das stimmt großartig!
00:49:21: Kann ich voll unterstreichen.
00:49:22: Cool.
00:49:24: Hast du... Wir nähern uns dem Ende.
00:49:26: Jonas.
00:49:26: hast Du eine Frage mitgebracht an Claudia?
00:49:29: Das frage ich immer wenn wir einen Gastbecher
00:49:31: haben und Claudia
00:49:33: denkt
00:49:33: so
00:49:34: viel Erfahrung genau was soll sie dir beantworten?
00:49:37: aber hast du eine mitgebracht?
00:49:39: Eine Frage die für alle Eltern glaube ich einen ganz hohen Stellenwert haben sollte und die vielleicht auch ein gewissen Mehrwert für ganz viele Väter auch bringen kann.
00:49:52: Was kann ich als Papa, Mama oder eben auch als Begleitperson ganz konkret im Alltag tun damit meine Kinder sich wirklich gesehen und verstanden fühlen?
00:50:03: Das ist eine wirklich schöne Frage.
00:50:05: Weil ich glaube,
00:50:05: dass ein Thema ist was ganz viele Eltern eben vielleicht nicht erlebt haben in ihrer eigenen Kindheit wo sie noch damals zu knabbern haben und generell ist ja dieses Thema häufig bei Erwachsene so sich nicht gesehen fühlen oder gefühlt haben.
00:50:24: deswegen dachte ich könnte die Frage vielleicht ganz
00:50:27: spannend sein.
00:50:28: das ist auf jeden Fall spannend nicht so leicht zu beantworten, weil es um ganz viele kleine Alltagssachen geht.
00:50:36: Und ich hätte so gerne, dass du dich ein bisschen mehr da zurücklehnst und auf das verlässt was das Gefühl einfach macht weißt du?
00:50:44: Also... Das ist ja so, dass die Natur da nix dem Zufall überlassen hat sondern du kannst mal versuchen vor einem einjährigen Kind zu sitzen und nicht mit ihm in Kontakt zu gehen.
00:50:55: Also nicht irgendwie, dass du dein Gesicht so ein bisschen mehr so Haaa machst und bis Patöne machst.
00:51:00: Und irgendwie Körperkontakt aufnimmst.
00:51:01: Versuch das mal!
00:51:03: Das wirst Du nicht hinkriegen länger als ein paar Minuten.
00:51:06: Das heißt ganz viel läuft einfach automatisch ab.
00:51:08: Du baust es auf über eine Berührung, über einen liebevollen Blick, über diese ganz vielen kleinen Alltagssachen... ...und ich hätte so gerne, dass Du Dich so'n bisschen auf die Liebe verlässt, sag ich mal.
00:51:22: Die ja einfach da ist und so ein bisschen entspannt das nicht so viel... Es muss nicht so viele über den Kopf gehen sondern es passiert in diesen kleinen Alltagsmomenten.
00:51:29: Okay.
00:51:30: Ich hab gerade, ich finde auch eine schöne Frage von dir.
00:51:33: Ich würde sagen, ich habe mich als Kind, als Teenie bis heute als Erwachsene aber immer dann gesehen- und Wertgeschätzt gefühlt wenn da jemanden erdliches Interesse an mir hatte.
00:51:47: Und zwar wertschungsfrei, so wenn es wirklich darum ging.
00:51:52: was ist mir wichtig?
00:51:54: Was möchte ich?
00:51:55: und ja das hat für mich eine große Bedeutung gespielt und ich glaube da kommen wir momentan als Eltern hin dass wir unsere Kinder als gleichwertig sehen wollen und da ist schon mal ein ganz großer Schritt finde ich in die richtige Richtung.
00:52:12: dann gemacht
00:52:13: Ja, genau.
00:52:14: Das finde ich auch sehr schön.
00:52:15: und wie du sagst... Ich glaube das Thema ehrliches Interesse ist ein ganz ganz großes.
00:52:22: und zu den Worten die Claudia jetzt gerade noch mal gesagt hat um den Bogen zum Abschluss zu spannen was können denn Papas überhaupt tun?
00:52:28: Und Claudia hat es gesagt weil ich selber auch immer ganz häufig höre ja mein Mann der kann das einfach gar nicht und er weiß nicht wie.
00:52:36: aber wenn wir jetzt mal Claudias Beispiel nehmen und man nimmt sich mal bewusst intensiv die Zeit sich einfach nur mal eine Minute mit seinem Kind auf dem Boden zu setzen.
00:52:48: Und Claudia hat das gerade gesagt, du kannst nicht in Verbindung kommen!
00:52:52: Du kommst automatisch in Verbindung.
00:52:54: also haben wir doch eigentlich schon die Lösung für dieses große gesamtgesellschaftliche Problem was viele Väter und Männer haben dass sie sagen ich komme nicht in verbindung oder in Bindung mit meinem kind doch nimm dir eine Minute und jeder setzt dich neben dein Kind die auf Augenhöhe und guck was passiert.
00:53:15: Und es wird... was passieren.
00:53:17: Und ihr werdet es in Verbindung kommen.
00:53:18: Super,
00:53:19: super großartigativ!
00:53:20: Präsent sein, ne?
00:53:21: Genau, genau.
00:53:22: Dass wir da irgendwie ja die Quintessenz... Gerade wenn man wenig Zeit hat dann ist es wichtig dass man in derzeit präsent ist und nicht das Handy neben sich liegen hat und damit einem halben Auge ist und mit nem halben Uhr woanders sondern präsente sind.
00:53:37: Das
00:53:38: ist einfach genau.
00:53:39: Präsend und Qualität vor Quantität.
00:53:41: du kannst zwölf Stunden mit deinem Kind verbringen Dein Kind und dir nix bringen.
00:53:47: Und du kannst fünf Minuten intensivste Zeit mit deinem Kind verbringen, die einen unfassbaren Mehrwert haben.
00:53:54: Genau!
00:53:55: dass sich tatsächlich auch das Gehirn verändert, wenn du das tust.
00:54:02: Auch bei der Mama ist es nicht einfach da gewesen, sondern in der ersten Zeit mit Kind hat sich wirklich das Gehirn verändert durch diese Erfahrungen, die ich gemacht habe.
00:54:10: Die Hormonlage ändert sich und das passiert im Männergehirn absolut genauso.
00:54:18: Wenn man sich kümmert, ändert sie sich das.
00:54:20: Du machst die Erfahrung und gewinnst Sicherheit Und kannst einfach eine wunderschöne Beziehung aufbauen, das lohnt sich einfach total.
00:54:29: Wieso scheitest du?
00:54:29: Und auch das ist ja wirklich wissenschaftlich tatsächlich mittlerweile bewiesen, dass sich bei Männern das genauso wie du gerade gesagt hast, wie bei Frauen eben entwickelt.
00:54:40: aber dafür müssen Männer sich eben oder Väter ganz bewusst die Zeit nehmen und eben auch darauf einlassen.
00:54:48: da sind wir dann wieder in der Selbstverantwortung.
00:54:52: Dann auch mein Tipp an alle.
00:54:55: Macht das mal, packt euch euer Kind mal für eine halbe Stunde ins Tragethuch oder in die Trage und ich sage euch ganz ehrlich, dass wird was mit euch machen!
00:55:04: Das geht nicht spurlos an euch vorbei im positiven Sinne und das ist ein Gefühl, was ja wir selber vielleicht als Kinder nicht fühlen durften und dann eben ins Fühlen kommen.
00:55:16: denn das ist glaube ich für ganz viele Väter und Männer extrem wichtig ins Fühl zu kommen Und das kann so wertvoll sein.
00:55:23: Oh, super!
00:55:24: Vielen Dank für diese
00:55:25: Worte und vielen dank.
00:55:26: du warst ein ganz großartiger Gast und hast ganz ganz tollen Input uns gegeben und ich glaube unseren Zuhörerinnen und Zuhöhrern auch gegeben.
00:55:37: Ja von herzen danke.
00:55:39: Das hat sehr viel Freude gemacht.
00:55:42: Ich bedanke mich auch.
00:55:43: Dann wir schließen
00:55:44: jede Folge mit einem Ganz einfachen Tschüss und du darfst gerne mitmachen.
00:55:50: Wer fängt da heute an, Claudia?
00:55:53: Tschüss!
00:55:54: Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
00:55:59: Danke, wir
00:56:09: sehen
00:56:16: uns.
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